Unsere Nahrung: Stützpfeiler der Gesundheit – und der Verzicht als Königsdisziplin

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Laut WHO (2019) stellen nicht übertragbare Krankheiten und Leiden wie Diabetes, Krebs und Herzleiden das drittgrößte Gesundheitsrisiko mit 70 % aller Todesfälle dar. Diese Erkrankungen gelten als Wohlstandserkrankungen bzw. zivilisatorische Erkrankungen und fordern insgesamt 41 Millionen Todesopfer pro Jahr.

Zurückzuführen ist dieses Problem auf eine ungesunde Ernährung, infolge auch Übergewicht (Adipositas), mangelnde Bewegung, Tabak- und Alkoholkonsum. Auch spielen zunehmend Überlastung und Stress (Distress) eine größere Rolle, da diese auf Dauer das empfindliche Gleichgewicht des Organismus massiv schädigen.

Der Wunsch, sich gesund und ausgewogen zu ernähren, ist groß – es scheint aber zwischen dem Wunsch und den tatsächlichen Essgewohnheiten eine große Diskrepanz zu bestehen, denn wir essen zu viel, zu fett und zu süß. So sind in Deutschland 67 % der Männer und 53 % der Frauen und etwa jedes fünfte Kinder übergewichtig.

Zivilisatorische Erkrankungen

Das sind: Stoffwechselstörungen, Herz-, Kreislauf-, Muskel- und Skeletterkrankungen sowie bestimmte Formen von Krebs und Diabetes mellitus. Etwa 20 Millionen Erwachsene leiden an Bluthochdruck, 50 Menschen erkranken täglich neu daran und jede Stunde sterben etwa drei Menschen an Diabetes (Deutsche Diabetes Hilfe).

Mit einer ausgewogenen Lebensweise könnten ca. 90 % aller Diabeteserkrankungen, 80 % aller Herzinfarkte und rund 50 % aller Schlaganfälle vermieden werden (BKK).

Eine gesunde und vollwertige Ernährung ist aber auch deshalb unabdingbar, weil die notwendige Energieversorgung durch die Nahrung auch das geistige/psychische Wohlbefinden beeinflusst und so zu unserer Lebensqualität und Zufriedenheit beiträgt. Die lebensnotwendigen Nährstoffe sollten täglich in ausgewogenen Mengen mit der Nahrung aufgenommen werden, denn sie haben auch großen Einfluss auf den Gehirnstoffwechsel und sorgen für das Gleichgewicht der Botenstoffe (Neurotransmitter) Serotonin, Dopamin und Noradrenalin.

Diese Neurotransmitter haben die Aufgabe, unser körperliches Wohlbefinden und unsere Stimmung zu regulieren. Darüber hinaus macht uns Noradrenalin wach, aufmerksam und leistungsbereit, was in geistigen und körperlichen Stresssituationen benötigt wird. Wenn durch falsche und mangelhafte Ernährung wichtige Nährstoffe fehlen, werden auch weniger sog. Glückshormone (Serotonin, Dopamin) gebildet. Das sensible Gleichgewicht der Neurotransmitter gerät durcheinander, was sich negativ auf unsere Stimmung auswirkt.

Die tägliche Zufuhr an nährstoffreichen Lebensmitteln wie grünes Gemüse, Bananen, Nüsse und Vollkorngetreide trägt dazu bei, dass die Botenstoffe Dopamin, Serotonin und Noradrenalin vermehrt produziert werden. Das wirkt sich günstig auf unsere Stimmung aus und kann – neben weiteren Maßnahmen bei depressiven Erkrankungen – eine therapeutische Wirkung und nachweislich positiven Einfluss auf den Genesungsverlauf haben und ist somit relevant für die psychische Gesundheit.

Ernährungsberatung und -coaching

Da fast täglich in den Medien neue Diäten und Ernährungstrends erscheinen, die eine schnelle Gewichtsabnahme und Gesundheit bis ins hohe Alter versprechen, hat das oftmals eine große Verunsicherung beim Verbraucher zur Folge. Hier kann eine qualifizierte Ernährungsberatung sinnvoll sein.

Der Klient wird bei seiner Ernährungsumstellung begleitet und lernt Nahrungsmittel-Alternativen kennen, die er in sein neues Ernährungskonzept integrieren kann.

Da auch Stressfaktoren unser Ernährungsverhalten (Frustessen, Kontrolle über Nahrung usw.) beeinflussen, kann es je nach Beratungsbedarf angebracht sein, auch die jeweilige seelische und körperliche Konstitution, auslösende Stressfaktoren sowie das soziale Umfeld und vor allem den Klienten selbst in den Beratungsprozess miteinzubeziehen. In diesem Fall spricht man von Ernährungs-Coaching.

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Der Verzicht als Königsdisziplin

Der Wunsch nach Entschleunigung und Entlastung wird in unserer schnelllebigen und konsumorientierten Leistungsgesellschaft zunehmend größer, sodass das Fasten wieder an Bedeutung gewinnt.

Fasten – der freiwillige Verzicht auf feste Nahrung und Genussmittel für eine begrenzte Zeit; d. h. Leben aus gespeicherter Energie. Die Verdauungsorgane kommen zur Ruhe, es findet eine Art Reinigungsprozess des Körpers (Entgiftung) statt. Wir besinnen uns wieder auf uns und das Wesentliche, was sich auch positiv auf die geistige und seelische Ebene auswirkt.

Sowohl als Gesundheitsprävention mit dem positiven Effekt des Gewichtsverlustes als auch als alternative Heilmethode bei chronischen Erkrankungen ist das Fasten sehr bedeutsam. Das Fasten für gesunde Menschen bezeichnet ein Kurzfasten. Dies kann alleine zu Hause stattfinden oder wird von qualifizierten Fastenleitern (m/w/d) angeleitet. Das therapeutische Fasten bei chronischen Erkrankungen findet in Fastenkliniken statt und wird von erfahrenen Fastenärzten begleitet.

Hier kommen das Heilfasten (nach Buchinger) oder die F-X.-Mayr-Fastenmethode (Darmreinigungskur) zur Anwendung. Beide Methoden eignen sich auch zur Gesundheitsprävention. Als weitere Fastenmethoden sind das Suppenfasten, das Obst- und das Saftfasten zu nennen.

Einen großen Trend erfährt aktuell das intermittierende Fasten (Intervallfasten). Hier handelt es sich eher um einen Lebensstil.

Dabei geht die „Fastenperiode“ über einen längeren Zeitraum pro Tag als die Zeit, in der Nahrung aufgenommen wird.

Eine dauerhafte Ernährungsumstellung nach dem Fasten zur Gesunderhaltung ist in jedem Fall sinnvoll.

Diana GertheinrichDiana Gertheinrich
Heilpraktikerin für Psychotherapie, Dipl.-Pädagogin, Fastenleiterin, Ernährungsberaterin, Psychotherapeutische Heil- und Gesundheitspraxis in Eltville
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Fotos: ©mashot, ©lada2016

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