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Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

kaum ein Thema berührt so viele Menschen wie das eigene Körpergewicht – und kaum eines ist so aufgeladen mit Hoffnung, Frust und schnellen Versprechen. Gewichtsreduktion durch Hypnose klingt für viele nach einem sanften, fast mühelosen Weg: weniger essen, bewusster leben, alte Muster ablegen. Genau darin liegen Faszination und Gefahr zugleich. Denn wo der Wunsch nach Veränderung groß ist, wächst die Versuchung mit, einfach(st)e Lösungen für ein komplexes Problem zu suchen. 


Tatsächlich ist Übergewicht in Deutschland weit verbreitet: Nach aktuellen Angaben des Robert Koch-Instituts sind über die Hälfte der Erwachsenen übergewichtig, rund jeder vierte sogar adipös. Hinter diesen Zahlen stehen – neben Körpermaßen – Erkrankungsrisiken, Scham, Selbstabwertung und ein oft mühsamer Alltag mit Diäten, Rückfällen und dem Gefühl, erneut versagt zu haben. Kein Wunder also, dass viele Menschen nach Verfahren suchen, die nicht nur den Teller, sondern auch das Verhalten, das Erleben und die inneren Antreiber erreichen.

Hypnose kann hier eine wichtige Rolle spielen, um Gewohnheiten bewusster wahrzunehmen, Impulse zu unterbrechen, Sättigungssignale besser zu beachten und emotionale Essmuster zu entschlüsseln. Sie ersetzt jedoch weder Ernährungsumstellung oder Bewegung noch die ehrliche Auseinandersetzung mit den Ursachen des Essverhaltens. Eine seriöse hypnotherapeutische Begleitung arbeitet niemals mit Heilversprechen, sondern immer mit Möglichkeiten, Grenzen und Verantwortung. Ethik heißt in diesem Feld v.a. eines: keine Illusionen verkaufen. Wer Hypnose einsetzt, sollte die Selbstwirksamkeit stärken statt Abhängigkeit erzeugen. Am Ende zählt die nachhaltige Veränderung – die Fähigkeit, das eigene Verhalten Schritt für Schritt selbst zu steuern.

In dieser Ausgabe informiert Heilpraktiker Philipp Feichtinger darüber, was Hypnose bei der Gewichtsreduktion wirklich leisten kann. Weitere Themen sind Autogenes Training, Ayahuasca, Beziehungsmuster, Burnout- und Stressprävention, Einsamkeit, Frühkindliche Traumatisierung, Narzissmus, Würdezentrierte Therapie u.v.m.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre!

Ihr Dr. paed. Werner Weishaupt Präsident des Verbandes Freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychologischer Berater e. V. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

GENDER-HINWEIS Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im Magazin auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

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