Warum sich ein Psychologischer Berater einem Berufsverband anschließt?

Interessenvertretung, Werbung, Qualitätssicherung!

fotolia©AlphaspiritLange Wartezeiten auf einen Termin, kurze Gespräche im Arztzimmer, fehlende ganzheitliche Aspekte in der diagnostischen Beurteilung: Viele Deutsche beklagen im gegenwärtigen Gesundheitssystem nicht nur diese offenkundigen Probleme. Die Situation, dass sich Patienten aufgrund der äußeren Zwänge immer öfter als „Fall“ zufriedengeben müssen, stärkt das Vertrauen in die medizinische Versorgung nicht unbedingt.

Insbesondere bei psychischen Erkrankungen, die in der Regel einer umfassenden Zuwendung bedürfen, stehen viele Betroffene vor der Herausforderung, über Monate auf einen Termin beim Psychotherapeuten warten zu müssen oder sich beim Facharzt schnell abgefertigt zu sehen.

Nicht wenige Patienten greifen daher auf freie Anbieter im Gesundheits- und Sozialwesen zurück. Gerade wenn keine akute Krankheit im Vordergrund steht, sondern Alltagsprobleme zuschlagen, die die Seele belasten, kommen Menschen wie Dennis Riehle (Konstanz) zum Einsatz.

Der 33-Jährige ist ausgebildeter Psychologischer Berater und Mitglied im Berufsverband VFP, dem Verband Freier Psychotherapeuten, Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychologischer Berater mit Sitz in Hannover. „Besonders dann, wenn man ein so freies Berufsbild wie das des Psychologischen Beraters wählt, ist es gut, eine starke Interessenvertretung im Rücken zu haben“, meint Riehle, der mit mehr als 10 000 anderen Mitgliedern auf die Kompetenz des VFP setzt.

„Psychologische Beratung – vielen Betroffenen ist gar nicht bewusst, dass es so etwas gibt. Dabei suchen immer mehr Menschen eine alternative und niederschwellige Unterstützung, gerade in Lebenssituationen, die man besser nicht alleine bewältigt“, so Riehle, der anfügt: „Mir hilft die Seriosität des Berufsverbands enorm, um nicht nur meine Arbeit bekannt zu machen, sondern vor allem auch, um meine Qualifikation unterstreichen zu können“. Nach Meinung Riehles steht der VFP für Qualität der ihm zugehörigen Mitglieder. Denn nicht umsonst durchlaufe man ein anspruchsvolles Prüfverfahren, ehe am Ende der Titel „Psychologischer Berater (VFP)“ verliehen wird. Und das wissen selbst die Klienten: „Ich werde immer wieder gefragt, ob ich denn auch zertifiziert sei. Mit der Mitgliedschaft im VFP ist garantiert, dass sich die hilfesuchenden Menschen auf einen geprüften Berater verlassen können“, sagt Dennis Riehle.

Zusätzlich bedürfe gerade die psychologische Beratung einer immer wieder vorgebrachten Interessenvertretung gegenüber Politik, Behörden und Gesellschaft. „Man kämpft für seinen Stand und seine Anerkennung, weil vielen Menschen weiterhin nicht bewusst ist, welche Bedeutung ein Psychologischer Berater in den unterschiedlichsten Lebenslagen einnehmen kann. Ob es nun eine Stresssituation ist, die Bewältigung eines Trauerfalls, die Bewerbungsphase nach langer Arbeitslosigkeit oder der Wunsch nach mehr Selbstbewusstsein – in all diesen Fällen werden viele Betroffene nicht sofort auf die Hilfe eines Psychotherapeuten zurückgreifen. Jedenfalls erlebe ich immer wieder, dass wir als Berater nicht zur Therapie von Krankheiten, sondern zur Begleitung von herausfordernden Lebensmomenten in Anspruch genommen werden. Dass es solch eine Unterstützung braucht, das zeigt die steigende Zahl an Psychologischen Beratern. Und diesen Bedarf soll auch die Öffentlichkeit wahrnehmen“, findet Riehle, der dem VFP dankbar dafür ist, gegenüber den öffentlichen Stellen für die Notwendigkeit der Existenz seines Berufsbilds einzutreten.

Neben Qualitätssicherung, Werbung und Repräsentanz freut sich Riehle aber auch über die inhaltlichen Impulse und die Hilfestellung seines Berufsverbands: „Ich kann mich darauf verlassen, dass ich sowohl in rechtlichen als auch in fachlichen Fragen einen adäquaten Ansprechpartner innerhalb des VFP finde. Ob es die Sprechzeiten der Experten sind, die uns als Mitglieder angeboten werden, oder aber der kollegiale Austausch mit anderen Beratern – wir profitieren von der großen Gemeinschaft, in die sich jeder mit seinem Wissen und Können einbringt. So lese ich beispielsweise das Mitglieder-Magazin oder den Newsletter des VFP, in der meine Kollegen und ich ihre Falldarstellungen präsentieren, Fachartikel veröffentlichen oder über Verbandsneuigkeiten und die aktuelle Gesetzeslage informiert werden. Das ist nur ein Baustein von vielen, von denen wir zehren“, erklärt Dennis Riehle, der aus Überzeugung für den VFP einsteht: „Ich hatte anfangs tatsächlich Bedenken, ob ich als Psychologischer Berater wirklich Fuß fassen kann. Es war unter anderem der Berufsverband, der mir das Selbstvertrauen gegeben hat, mich selbstständig zu machen. Und heute bereue ich es auf keinen Fall“, sagt Riehle abschließend.

Die Redaktion

Dennis RiehleDennis Riehle

Psychologischer Berater (VFP), Personal Coach
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