Behindernde Prägungen beseitigen mit der CoreReinformer-Methode

fotolia©YakopchukOlenaMit der CoreReinformer-Methode gelingt es, Kontaktmarker in relativ kurzer Zeit zu entfernen. Kontaktmarker sind Körperstellen, die durch unterbewusste Erinnerungen an Beziehungserfahrungen getriggert werden. Eine der Überzeugungen der CoreReinformer-Coaching-Strategie ist, dass alle behindernden Prägungen durch solche Kontaktmarker verursacht werden.

Dies konnten wir bisher bei jeder Prä- gung bestätigen, die wir beseitigten. Mit zunehmendem Alter sind die Klienten häufig zu Beginn der Arbeit völlig davon überzeugt, dass es keine Kontaktmarker gibt, die ihre Probleme auslösen. Mit der Entwicklung einer weiteren Methode im Rahmen der CoreReinformer-CoachingStrategie, der „Invisible Viewing Methode“, haben wir für den Coach die zuverlässige Erkennbarkeit und Wahrnehmbarkeit dieser Kontaktmarker hergestellt.

Die Klienten schildern im CoachingGespräch ihre persönlichen Eindrücke, ihre Einschränkungen und wie sie durch diese Prägung in ihrem alltäglichen Leben behindert werden. Während dieser Zeit nehmen wir als Coaches den Klienten nur relativ unscharf wahr, um eine positionierte Wahrnehmung zu vermeiden. Auf diese Weise entwickelt sich im Verlauf der Diskussion eine „seltsame“ Wahrnehmung, die darin gipfelt, dass uns bestimmte Körperstellen auffallen. Diese Körperstellen sind für konkrete Begründungen unerreichbar und doch entwickelt sich eine Wahrnehmung.

Mal ist es die fiktive Wahrnehmung einer Hand auf der Brust, durch die sich beim Beginn der Einschränkungen der Brustkorb an dieser Stelle um einen Zehntelmillimeter weniger bewegt. Ein anderes Mal ist es eine fiktive Hand auf einer Schulter des Klienten, durch die er im entscheidenden Moment diese den Bruchteil eines Millimeters senkt. Mit jedem Einsatz dieser Methode bestätigt sich deren Erfolg. Ist der Kontaktmarker gefunden, können wir mit der CoreReinformer-Methode den Ursprung dieser Prägung finden und die Prägung dort in der Ursprungssituation aufklären und entfernen. Detailliertere Informationen habe ich in meinem Buch „Das System der Gefühle“ veröffentlicht.

Dazu möchte ich einen Fall aus der Arbeit mit meiner eigenen Familie beschreiben. Da es bisher nur zwei Menschen gibt, die mit der CoreReinformer-Methode arbeiten können, war es für uns ein wichtiges Ziel, die Zuverlässigkeit dieser Methode auch im familiären Umfeld erfolgreich zu erproben. Wir mussten über die bisher bekannten „No-Go“-Bereiche, Coaching in der eigenen Familie, hinausgehen. Hilfreich ist dabei eine immer wieder trainierte Rollentrennung zwischen Familienmitglied und Coach. Diese Rollentrennung gipfelt darin, dass die Rolle Coach durchaus die Rolle Familienmitglied bewertet.

fotolia©hikrcnFallstudie: Der Klient ist mein jüngster Sohn. Er beklagte sich darüber, dass er immer wieder ein Problem hat, wenn sich ihm gegenüber jemand geringschätzig oder respektlos verhält. Er sagte, er könne dann keine Worte mehr finden, um sich selbst aus einer solchen Situation herauszuhelfen. Er würde dann einfach nur wortlos bleiben und sie über sich ergehen lassen oder möglichst den Kontakt mit dieser Person völlig vermeiden. Er sagte, solche Situationen machten ihn immer sofort sehr traurig und er verspürte einen starken Druck in der Magengegend.

Zunächst arbeiteten wir in einer sitzenden Position. Ich ermunterte ihn, zu erzählen, und forderte ihn auf, sich an entsprechende Situationen zu erinnern. Die angesprochene Traurigkeit konnte ich sehr gut in seinen Augen wahrnehmen. Ohne dass er es selbst bemerkte, bildeten sich am äußeren Rand seiner Augen feuchte Stellen. Ebenso konnte ich durch seine unterbewusste Körpersprache wahrnehmen, dass er Traurigkeit und Angst vor diesen Personen verspürte. Nachdem er von einigen Situationen berichtet hatte, fragte ich ihn, ob er sonst irgendwo in oder an seinem Körper etwas verspüre. Dies verneinte er kongruent und es stimmte mit meiner bisherigen Wahrnehmung überein.

Danach bat ich ihn, sich auf den Rücken zu legen und weiterzuerzählen. So berichtete er nun von diversen Gegebenheiten, in denen diese behindernde Prägung wirkte. Je länger er sprach, desto intensiver nahm ich einen Bereich auf seiner Brust wahr. Dieser Bereich, mittig auf der oberen Brust, blieb für ein bis zwei Atemzüge starr, wenn er von einer neuen Situation erzählte. Ich fragte ihn, ob er jetzt noch an anderen Stellen etwas verspüren konnte, was er wiederum verneinte.

Ich war mir mittlerweile sicher, dass in dem Brustbereich der auslösende Kontaktmarker vorhanden war, und konnte jetzt auch schon erkennen, welche Form und Größe er hatte. Ich fragte: „Darf ich etwas ausprobieren?“ Mein Sohn antwortete: „Ja.“ Ich bat ihn, mehr von diesen Gegebenheiten zu berichten. Während er von einer weiteren Situation sprach, legte ich ihm meine Hand genau auf die von mir vorher bemerkte Körperstelle. Sobald meine Hand seine Brust berührte, unterbrach er seine Erzählung, schaute mich ganz erstaunt an und sagte: „Ja Papa, ja das stimmt, genau da spüre ich vorher ganz kurz etwas.“ Ich erwiderte: „Dann lass uns finden, was dieses dich so behindernde Erinnerungsgefühl ausgelöst hat, und lass es uns entfernen.“ Bereits im nächsten Moment hatte ich kurz ein Bild und ein sehr ungutes Gefühl, das ich jedoch als zu früh und zu vage verdrängte.

Als Nächstes triggerte ich diesen Kontaktmarker bei ihm intensiv durch sehr leichtes Auflegen meiner Hand. Seine Erinnerungen mit diesem getriggerten Kontaktmarker führten uns nun in Zustände, die vom Grundtyp zu den vorher geschilderten Situationen passten. Ebenso stimmte seine in diesen Situationen gespürte Traurigkeit zu den vorher beschriebenen Verhältnissen. Wir hatten den zugehörigen Kontaktmarker gefunden. Gleichwohl war dieser bereits in seinem Alter von erst 20 Jahren durch innere Vermeidungsstrategien so schnell übergangen worden, dass er ihn zu kurz verspürte, um ihn bewusst wahrnehmen zu können.

Anders als vorher führten uns seine nun erwachenden Erinnerungen in diverse familiäre Situationen. Prinzipiell ließen sich die meisten dieser Konstellationen als in jeder Familie vorkommende alltägliche Situationen beschreiben, in denen ein älteres Familienmitglied seine eigene Selbstwertlosigkeit an ein jüngeres Familienmitglied weitergibt. Er berichtete von diversen Geschehnissen, bis alle älteren Familienmitglieder in einer für ihn mit einem älteren Familienmitglied wohl typischen Situation abgehandelt worden waren.

Alle Vorkommnisse klärten wir hinsichtlich der Verantwortung und der Abhängigkeit dahingehend, dass er in ihnen austauschbar war und diese Situation mit jedem anderen Kind trotzdem stattfand. Das jeweils ältere Familienmitglied war hingegen nicht austauschbar. Wurde es versuchsweise ersetzt, gab es diese Situation nicht mehr in dem erinnerten Ablauf.

So konnten wir sehr viele Bedingungen aufklären. Wir waren bereits den zweiten Tag mit der Aufarbeitung diverser Situationen mit älteren Familienmitgliedern beschäftigt. Ich war etwas erstaunt und fühlte mich mit meinem vorhandenen Wissen gleichzeitig bestätigt, wie klar und genau bereits ein Kind die Geringschätzungen und Respektlosigkeiten der Erwachsenen erkennen konnte.

Sicher haben Sie Verständnis, wenn ich gewisse Details der Sachverhalte verschweige. Gleichwohl handelt es sich meist um alltägliche Situationen, die in den meisten Familien als normal angesehen werden.

Eine typische Situation ist z. B., die Kinder Verantwortung zu lehren, indem man ihnen die Aufgabe überträgt, den Müll in den Müllcontainer zu bringen. Wer bringt selber gerne den Müll raus, wer genießt es, die Mülltüte in den stinkenden Container zu stecken. Niemand! Darum überträgt man es den Schwächeren, mit der angeblich guten Absicht, sie Verantwortung zu lehren.

Tatsächlich zeigt man ihnen damit nur, dass man ihnen Arbeiten aufdrückt, die sie schon erledigen können und die für einen selber unangenehm sind. Ja, auch dieses Müllraustragen ist eine Geringschätzung der eigenen Kinder.

Doch zurück zur Fallstudie. Wir arbeiteten weiter. Mittlerweile brauchte ich den Kontaktmarker schon nicht mehr zu berühren, es genügte, die Hand einen Zentimeter über die entsprechende Stelle zu halten. Bereits in dieser Entfernung spürte mein Sohn den ursprünglichen Kontaktmarker sehr intensiv.

Die Situationen hatten alle den Typ, dass ein Erwachsener sich dem Kind gegenüber respektlos verhielt. Während wir weiterarbeiteten, veränderte sich der Kontaktmarker plötzlich. Er wurde kleiner. Ich verstand daraus, dass der größere Kontaktmarker einen kleineren bisher überdeckt hatte. Dieser kleinere Kontaktmarker wollte jedoch vorher geklärt werden, wie sich durch dessen nun höhere Intensität zeigte.

Der nun intensiv wirkende kleinere Kontaktmarker hatte ungefähr die Größe von drei bis vier Fingern, die auf seiner Brust lagen. Ich triggerte nun zunächst diesen Kontaktmarker, um ihn auflösen zu können. Spürte, dass er eine Verstärkung des darunterliegenden größeren Kontaktmarkers darstellte. Ich vermutete eine häufiger aufgetretene Situation als Ursprung.

Je intensiver der kleinere Kontaktmarker wurde, je früher spürte mein Sohn ihn, wenn ich meine Finger über die Stelle hielt.

Nach vielen aufgelösten Bedingungen, schien es, dass es keine weiteren mehr gab. So sehr sich mein Sohn auch bemühte, es schien ihm keine weitere Erinnerung mehr bewusst zugänglich zu sein.

Ich lenkte ihn kurz mit einem anderen Gesprächsthema ab und legte dann während des Gesprächs vier Finger leicht auf seine Brust an die Stelle des Kontaktmarkers. Er verstummte augenblicklich und ich konnte sofort die aufkommende Traurigkeit in seinen Augen sehen. Ich spürte, dass seine Gefühlserinnerungen nun in der Ursprungssituation waren.

Ich fragte ihn: „Stehst du?“ Er antwortete: „Nein.“ Ich fragte: „Liegst du?“ Er antwortete: „Ja.“ Ich fragte genauer: „Liegst du in einem Bett?“ Er antwortete: „Ich liege in meinem Bett.“ Ich fragte: „Ist es draußen hell?“ Er antwortete: „Nein, es ist Abend.“ Vielleicht ist es hier zur Erläuterung hilfreich zu sagen, dass wir zusammen in einem Kurzurlaub waren und nur am Tage, im Hellen arbeiteten. Er lag auch gerade in einem anderen Bett, nicht in seinem eigenen. Seine Aussagen konnten folglich nur zur Ursprungssituation passen.

Ich fragte: „Kannst du die Finger spüren?“ „Ja.“ Ich fragte genauer: „Spürst du, ob es männliche Finger sind?“ Er erläuterte: „Es sind x Finger, die sagt mir gerade gute Nacht. Sie sagt dies in einem komisch flötenden Ton, der wohl liebevoll klingen sollte, gleichzeitig drückt sie mich mit ihren Fingern sehr fest ins Bett.“ Nun hatte er wieder vollen Zugriff auf die Ursprungssituation und erzählte. „Sie will, dass ich schlafe und sie ihre Ruhe hat, damit sie aufs Sofa kann. Doch ihre heuchlerisch liebevolle Stimme passt absolut nicht dazu, wie doll sie mir mit ihren Fingern auf die Brust drückt. Die Finger auf der Brust sind wie eine Drohung.“

Nun konnten wir diese Ursprungssituation, wie oben beschrieben, für ihn auflösen. Der Kontaktmarker verschwand. Das erleichterte ihn aber nur kurz, denn der größere Kontaktmarker zeigte nun seine volle Intensität. Mein Sohn war sehr brkümmert und ich konnte erkennen, dass der große Kontaktmarker ihn sogar schmerzt ohne ihn zu berühren. Ich legte meine Hand sehr vorsichtig und leicht auf die Stelle. Sofort senkte sich seine Brust, sie wich quasi nach hinten zurück. Seine Augen wurden feucht und eine kleine Träne lief ihm aus dem Auge.

Ich fragte: „Stehst du gerade?“ Er antwortete mit leiser und betrübter Stimme: „Nein.“ Ich fragte: „Ist es hell um dich?“ Er verneinte, währenddessen veränderten sich seine Augen, es sah so aus, als ob er völlig erschrocken einen Geist sah. Ich erkannte, er war nun in der Ursprungssituation und hatte seine vollständige Erinnerung daran zurück. Plötzlich bekam ich selbst ein sehr ungutes Gefühl und fühlte mich voller Scham.

Ich fragte: „Kannst du etwas erkennen?“ Er antwortete mit sehr großen Augen: „Ja, ich sehe dich Papa!“

In diesem Moment traf es mich wie der Blitz und ich sah es selbst. Ich sah plötzlich ein sehr kleines, einjähriges Kind vor mir in seinem Bett liegen, ein Kind, das noch nicht schlafen wollte und das sich einfach ein wenig Nähe wünschte. Ich sah, wie ich selbst voller Wut das Kind anbrüllte, es solle schlafen, und wie ich ihm mit meiner Hand auf seiner Brust drückte. In meiner Wut nahm ich die Heftigkeit, mit der ich meine Hand auf seine Brust drückte, ursprünglich nicht wahr. Jetzt konnte ich erkennen, ich hatte ihm jegliche Möglichkeit zu atmen mit diesem Druck genommen.

Mein Kind hatte eine Todesangst vor mir und meiner Wut. Dabei war ich damals doch „nur“ genervt davon, dass dieses Kind nicht schlafen wollte. Ich wurde von meiner eigenen Scham überrollt und brauchte selbst einen Moment, um mich wieder in der Rolle des Coaches einzufinden.

Ich sagte ihm nun, dass dies nichts mit ihm zu tun hatte. Ich war derjenige, der genervt und wütend war. Ich war derjenige, der sein Kind nur im Bett entsorgen wollte, statt ihm die Nähe zu geben, die es sich wünschte. Ich war derjenige, der einfach nur seine Ruhe wollte, ohne seine Verantwortung seinem Kind gegenüber wahrnehmen zu wollen.

Daraufhin nahm ich meinen Sohn in den Arm und hielt ihn fest. Ich sprach mit ihm, wie ich es in der Ursprungssituation hätte tun sollen. Wir hielten uns lange so im Arm. Und ich war sehr froh, dass wir alleine waren. Es war sicher ein irgendwie amüsantes Bild, wie ein Zweimetermann einen anderen Zweimetermann wie ein einjähriges Kind im Arm hält und mit ihm wie mit einem solchen spricht.

Ich verspürte in diesem Moment nur noch Liebe für mein Kind und spürte, wie Nähe die Ursprungssituation für ihn auflöste. Der unerträgliche Druck auf seiner Brust war augenblicklich verschwunden.

Für mich war es das erste Mal, dass ich den Ursprung einer Prägung auflöste, in der ich selbst das auslösende Element war. Ich wusste, dass dieser Moment kommen würde, wenn ich mit meinen eigenen Kindern arbeitete. Doch ich hatte die Wucht, mit der mich meine eigenen Taten trafen, massiv unterschätzt.

Der Kontaktmarker war entfernt und doch war ich unzufrieden. Gleichzeitig wollte ich am liebsten fliehen. Ich konnte nur zu gut diejenigen verstehen, die ihre Kinder unbewusst zwingen, solche Taten zu verdrängen. Ich konnte all diejenigen verstehen, die ihre Kinder lehren, schöne Erinnerungen zu zelebrieren und negative Erinnerungen möglichst zu vergessen. Sind solche Vorgänge doch nach bisherigem Wissen und besonders für die Verursacher unlösbar. Und doch war ich sehr erleichtert, meinem Kind diese Einschränkungen wieder entfernen zu dürfen.

An diesem Abend spürte ich die Erleichterung bei meinem Sohn. Gleichzeitig bemerkte ich, dass er sich unbewusst sehr intensiv mit etwas beschäftigte.

Doch zu erkennen, was diese unbewusste Beschäftigung in ihm auslöste, war ich an diesem Abend nicht mehr in der Lage. Viel zu sehr war ich mit der Erkenntnis beschäftigt, der Auslöser der Einschränkungen gewesen zu sein. Viel zu beeindruckt davon, was eine solch vermeintlich „normale“ Erziehungssituation auslöst und welche Auswirkungen sie auf das gesamte Leben dieses Menschen hat. Viel zu sehr war ich mit mir und meinen Erkenntnissen beschäftigt.

Die folgende Nacht war voller Albträume und Unruhe. Die halbe Nacht verbrachte ich auf der Toilette. Morgens war ich völlig durchgeschwitzt. Ich hatte das Gefühl, die Nacht bei schwerster Arbeit in irgendeinem Bergwerk verbracht zu haben.

Mein Kind hatte ruhig und zufrieden geschlafen. Gegen Mittag hatte ich mich wieder einigermaßen eingefangen und konnte mit den Erfahrungen zu neuen Erkenntnissen gelangen. Mein Sohn war immer noch mit etwas in seinem Unbewusstsein beschäftigt. Er konnte mir nicht sagen, was ihn belastete. Nach dem Mittagessen fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ich hatte die Situation für uns gemeinsam gelöst und dabei die selbstständige Lösung für ihn völlig außer Acht gelassen.

Ich fragte: „Suchst du innerlich nach einer Möglichkeit, wie du diese Ursprungssituation selbst hättest lösen können?“ Spontan und von seinen Worten selbst überrascht antwortete er: „Ja, ich finde da so keine Lösung.“ Ich sagte: „Sorry, es wäre meine Aufgabe gewesen, dir bei der Auflösung zu helfen, doch war ich gestern von der Situation zu überwältigt. Möchtest du diese Lösung jetzt erarbeiten?“ „Ja, gerne“, antwortete er freudig. Ich führte ihn erneut in die vortags erlebte Ursprungssituation, nun jedoch ohne den bereits entfernten Kontaktmarker. Dort ließ ich ihn den Umstand auflösen und verhalf ihm dazu eine selbstständige Möglichkeit zur Lösung zu erkennen. Mit dieser seiner eigenen Lösung der Situation verschwand sofort seine unbewusste Belastung. Jetzt fühlte sich der Ausgang richtig und vollständig an.

Mein Sohn kann in den Situationen, die ihn bisher einschränkten bzw. handlungsunfähig machten, nun aktiv und für sich lösend agieren. Lediglich bei einigen lernunwilligen Erwachsenen führt dies hin und wieder zu leichten Verstimmungen, wenn sie ihre eigenen Probleme vorgeführt bekommen.

Ich weiß, dass ich noch einige Male solche „harmlosen“ Ursprungssituationen auflösen darf, wenn ich bei meinen Kindern die durch mich verursachten Einschränkungen entfernen möchte.

Ulli WiggerUlli Wigger

Coach und Mentor, selbstständig seit 1983 in Neckarulm
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Fotos: fotolia©YakopchukOlena, fotolia©hikrcn