Energetische Farblichtanwendungen: Praxis der Farblichttherapie

Unsere DNS ist geradezu süchtig nach Farblicht

2017 02 Farb1Licht, Farben und Farblicht werden heute in verschiedenen Therapierichtungen genutzt. Als Beispiele seien hier die kinesiologischen Farbbrillen und die Lichttherapie bei der Behandlung der Depression genannt. Farben und Farblicht standen – seit es Aufzeichnungen gibt – schon immer im Interesse der Menschen. Die Welt war von jeher „bunt“. Dabei wurde den Farben und dem Farblicht relativ früh eine besondere Wirkung anerkannt.

Zum Beispiel im antiken Griechenland, in Ägypten und in China wurde auf Farben und Farblicht viel Wert gelegt. In China gab es „Heilräume“, in denen mit farbigem Glas das Sonnenlicht den Raum mit der jeweiligen Farbe erscheinen ließ. Solche Räume gab es den Aufzeichnungen nach ebenfalls in Ägypten, nur ist es bis heute nicht ganz geklärt, wie hier das Farblicht erzeugt wurde. Auch kannten und beschrieben die antiken Griechen die Wirkung der Farben.

2017 02 Farb3Johann Wolfgang von Goethe befasste sich ebenso sehr intensiv mit Farben und stellte seine Farbforschung teilweise vor seine Dichtkunst. Dies ist weniger bekannt und auch der Umstand, dass Goethe in seiner Studienphase viele Vorlesungen im Fach Medizin gehört hatte.

Frank Nager, ein Schweizer Medizinprofessor, nannte Goethe sogar einen „heilkundigen Dichter“. Goethes Verständnis vom Leben und seinen universellen Zusammenhängen war enorm und so konnte er darin wohl die Farbenlehre Newtons nicht anerkennen.

Er spürte wahrscheinlich intuitiv, dass die physikalische Lehre der Spektralfarben eine zu einseitige Sichtweise bietet. Er erarbeitete einen eigenen Farbenkreis, bei dem eine Farbe von zentraler Bedeutung zu sein scheint.

2017 02 Farb2Es handelt sich dabei um die Komplementärfarbe von Grün, der einzigen Komplementärfarbe einer Spektralfarbe, die selbst keine Spektralfarbe ist, und zwar die Farbe „Magenta“.

Von diesem Farbenkreis Johann Wolfgang von Goethes und vom östlichen Medizinwissen inspiriert, wurde die nachfolgende Farb-Meridianuhr entwickelt.

Diese Erkenntnisse sind teilweise neu, denn die Farbe „Magenta“ schien in der bekannten Literatur eher eine untergeordnete Rolle bekommen zu haben. Zum Beispiel fehlt sie bei Penzel und dessen APM, die wiederum Grundlage von Dieter Mahlstedts Farblichtsystem war.

Dieses neue Wissen kann genutzt werden, um mithilfe von Farblicht Einfluss auf den energetischen Status der Meridiane zu nehmen.

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Farblicht-Ausgleich am Beispiel des Nierenmeridians

Hier können Sie den Tonisierungs- und Sedierungspunkt am Nierenmeridian sehen. Mithilfe von punktuell appliziertem Farblicht können diese Punkte stimuliert werden (ähnlich wie bei der Akupunktur), nur ohne dabei Nadeln verwenden zu müssen. Es handelt sich hierbei um ein nichtinvasives Verfahren.

Mit folgenden Farben kann Einfluss auf die Meridiane genommen werden:

Rot tonisierende Farbe für den Kreislauf-Sexus-Meridian, sedierende für den Magenmeridian

Orange tonisierende Farbe für den Blasenmeridian, sedierende für den Lungenmeridian

Gelb tonisierende Farbe für den Herzmeridian, sedierende für den Gallenblasenmeridian

Grün tonisierende Farbe für den Magenmeridian, sedierende für den Kreislauf-Sexus-Meridian

Blau tonisierende Farbe für den Lungenmeridian, sedierende für den Blasenmeridian

Violett tonisierende Farbe für den Gallenblasenmeridian, sedierende für den Herzmeridian

Magenta tonisierende Farbe für den Drei-Erwärmer-Meridian, sedierende für den Milz-Pankreas-Meridian

Dabei wird das Farblicht – wie im Beispiel mit dem Nierenmeridian – punktuell auf den Tonisierungs- bzw. den Sedierungspunkt des Meridians appliziert. Wie der energetische Status der Meridiane erfasst wird und nach welchen Regeln der Ausgleich vorgenommen wird, kann hier nicht näher beschrieben werden, denn das würde den Rahmen dieses Artikels übersteigen. Ich möchte hierzu auf die Lehre der traditionellen chinesischen Medizin verweisen.

Biophotonen

2017 02 Farb5Dass Farblicht eine besondere Bedeutung für die Zellkommunikation hat, wurde durch Prof. Dr. Fritz-Albert Popp bewiesen. Er konnte wissenschaftlich belegen, dass alles Leben, jede einzelne Zelle, Licht aussendet (im Spektrum von ca. 200 nm bis ca. 800 nm). Diese bahnbrechende Entdeckung zeigt, dass Licht und Leben miteinander untrennbar verbunden sind. Die Zellen senden im intakten Zustand kohärentes Licht in Form von „Biophotonen“ ab.

Dass wir damit tatsächlich „Lichtwesen“ sind, wurde durch die Arbeit von Prof. Dr. Popp belegt. Biophotonen sind Lichtquanten im Spektrum des sichtbaren Lichtes, nur haben diese sehr wenig Leuchtkraft. Diese Forschungsergebnisse bieten die Grundlage für eine weitere Ermittlung der Wirkung des Farblichts und wir dürfen gespannt sein, welche Erkenntnisse hier noch gewonnen werden. Für das Therapieverständnis in Bezug auf die Farblichtanwendung bedeutet das, dass wir mit dem Farblicht an der übergeordneten Zellkommunikation und Zellsteuerung ansetzen.

Farblicht in der Anwendung

Vorweg sei an dieser Stelle noch einmal betont, dass es sich bei der Farbtherapie noch um kein allgemein anerkanntes Heilund Therapieverfahren handelt. Dies gilt im Übrigen grundsätzlich für alle Verfahren, welche das Prinzip „Lebensenergie“ nutzen, mit Ausnahme der Akupunktur.

Wenn z. B. eine Therapie (egal welche!) ins Stocken gerät, empfehle ich, mit „Magenta“ zu bestrahlen. Diese Farbe löst starre (chronische) Vorgänge und wandelt sie in lösbare Zustände um. Gerade im psychischen Bereich hat sich neben Magenta auch die Farbe „Grün“ als komplementäre Farbe zu Magenta bewährt. Beide Farben kommen bei mir dann zum Einsatz, wenn alte Muster gelöst werden sollen und neue, positive Muster aufgebaut werden.

Die „Positiv-Psychologie“, wie sie auch aktuell von Dr. Rupert Sheldrake in einem seiner neueren Vorträge erwähnt wird, ist eine derzeitige Trendwende im Bereich der Psychologie und Psychotherapie. Weg von der „Negativ-Psychologie“, bei der vorwiegend nach den Ursachen der Erkrankung gesucht wird, geht es dabei um den Einsatz von positiven Gefühlen und positivem Erleben, um psychische Ressourcen aufzubauen. Gerade in diesem Zusammenhang mit Prävention hat das Farblicht natürlich einen berechtigten Platz. Die Förderung von Wohlbefinden und der energetische Ausgleich können neue Lebenskraft erzeugen. Meiner Erfahrung nach hat sich die Balance der sieben Hauptchakren als sehr angenehm gezeigt.

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Dazu wird der energetische Status der sieben Hauptzentralchakren der Körpervorderseite und der Körperrückseite erfasst. Das schwächste Chakra wird mit der jeweiligen Chakrenfarbe angeregt. Dabei scheint es überschüssige Energie eines zu weit geöffneten Chakras „abzuziehen“ und zu harmonisieren.

Das Farblicht sollte für ca. fünf Minuten auf das betroffene Chakra appliziert werden. Dabei kann häufig ein Kribbeln oder Ziehen wahrgenommen werden. Nach der Anwendung sollte der energetische Status nochmals erfasst und überprüft werden, um die Auswirkung zu testen.

Nach meiner Erfahrung scheint es effektiver zu sein, wenn man dabei mit einem Bergkristall-Farblicht-Applikator arbeitet. Das Farblicht wird durch den Bergkristall offenbar energetisch angereichert.

Mit Farblicht können wir, ähnlich wie bei der Homöopathie oder den Bachblüten, bei einer Reihe von Beschwerdebildern die Behandlung unterstützen (s. Tabelle).

Erwähnenswert sind noch Sonderformen der Farblichtanwendung, wie das Farblicht-M.E.T., das Japanische Farblichtströmen oder der energetische Wirbelsäulenausgleich. Bei den letzten beiden Methoden wird mithilfe von bestimmten wiederkehrenden Mustern (ähnlich dem homöopathischen Repertorisieren) die richtige Farbe ausgesucht.

Die tatsächliche Kunst der Farblichtanwendung liegt aber in einer individuellen Farbdiagnostik. Dazu können verschiedene Testmethoden zur Anwendung kommen. Vom Einsatz des Biotensors über den kinesiologischen Muskeltest bis zur Energiewahrnehmung gibt es eine große Palette zur Bestimmung der „richtigen“ Farbe.

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Ähnlich wie ein erfahrener Homöopath oder Akupunkteur nicht nach einem allgemeinen „Ratgeber“ vorgeht, sondern durch gutes Beobachten und durch Wissen und Erfahrung genau nach dem passenden Mittel bzw. dem richtigen Punkt sucht, so verhält es sich auch bei der Anwendung des Farblichts. Wie bei anderen Ratgebern haben die hier beschriebenen Empfehlungen zur Farblichtanwendung natürlich auch eine absolute Berechtigung. Für den Einstieg in die Welt der Farblichtanwendung und zur Herausbildung eines „Gespürs“ für die richtige Farbe sind diese allgemeinen Anhaltspunkte sehr zu empfehlen. Bei der energetischen Farblichtanwendung handelt es sich meiner Erfahrung nach um eine erstaunliche Art und Weise, einen positiven Impuls zu setzen.

Nach Prof. Dr. Hans-Peter Dürr bildet sich der nächste Moment aus der mittleren Wahrscheinlichkeit des aktuellen Momentes, vermutlich auch noch aus Anteilen der vorangegangenen Momente (vgl. endlich homogene Markow´sche Kettenprozesse). Diese Theorie aus der Quantenphysik erklärt, weshalb es so wichtig und wertvoll ist, eine Behandlung durchzuführen. Durch das Eingreifen wird der aktuelle Moment verändert. Damit wandelt sich auch die Wahrscheinlichkeit des nächsten Momentes. Werden genug positive Impulse gesetzt, kann sich die Wahrscheinlichkeit für einen Heilprozess (welcher ja auch von Moment zu Moment voranschreitet) erhöhen und zur wahrscheinlicheren Alternative entwickeln. Die vielfach zitierten „Selbstheilungskräfte“ sind, ganz einfach ausgedrückt, durch verschiedene Impulse angeregte wahrscheinliche Zustände.

Wer sich hiermit näher befassen möchte, dem lege ich mein Buch: „Mit Energieinformationen heilen – Krankheit ist dummerweise ansteckend, Gesundheit zum Glück auch“ ans Herz.

Beispiel für eine unterstützende Farblichtanwendung

Eine Patientin klagte über ein erhöhtes Stressempfinden bei ihrer Arbeit und dass sie damit immer weniger zurechtkomme.

Zu Beginn wurde mithilfe eines einfachen Biofeedback-Verfahrens (Herzkohärenzanalyse mittels Analysesystem des HeartMath®-Instituts) der aktuelle Stress in Bezug auf die Thematik rund um die Arbeit der Patientin erfasst und dokumentiert. Anschließend wurde mit dem Biotensor der energetische Status der Chakren der Körpervorder- und der Körperrückseite erfasst. Das vordere Stirn-Chakra zeigte dabei einen deutlichen Mangel. Vor dem Ausgleich wurde mit Magenta für ca. drei bis fünf Minuten eine Ganzkörperbestrahlung durchgeführt, damit alte Muster losgelassen werden konnten.

Als Ausgleichsfarbe wurde hier die entsprechende Chakrenfarbe (Drittes-Auge-Chakra, Indigoblau) gewählt. Der Bereich zwischen den beiden Augenbrauen wurde dabei mittels des mobilen Farblichtsystems SPL310FL mit Bergkristallapplikator für ca. fünf Minuten bestrahlt. Anschließend wurde der energetische Status mit dem Biotensor erneut geprüft. Dabei wurde schon eine deutliche Verbesserung festgestellt. Nach einer wiederholten Bestrahlung mit Blau auf das vordere Dritte-Auge-Chakra für weitere fünf Minuten zeigte der Test mit dem Biotensor ein ausgeglichenes Bild der Chakren.

Am Ende der Behandlung wurde noch einmal der Stress mit dem HeartMath®- Analysesystem erfasst. Auch hier zeigte sich eine signifikante Verbesserung.

Um das Ergebnis zu stabilisieren, wurde die Behandlung nach ca. 14 Tagen wiederholt. Zum Abschluss wurden noch eine Analyse der Stärken und Schwächen durchgeführt und die Ergebnisse besprochen sowie die Farbe Grün in einer Ganzkörperbestrahlung für ca. fünf bis zehn Minuten eingesetzt.

Zudem gab es noch die Empfehlung, mehr die herausgefundenen Stärken zu nutzen und die erkannten Schwächen zu ändern oder, wenn möglich, bekannte schwächende äußere Umstände abzustellen.

In der Folge führte das zu einer ausgeglichenen Einstellung in Bezug auf die Arbeitsbelastung und zu einer zufriedenen Patientin, die nun Gelassenheit anstelle von Stress erlebte.

2017 02 Farb8Literatur

  • Empfehlung für den Einstieg in die Farblichttherapie: Bergkristallapplikator mit mobilem Farblichtsystem SPL310FL
  • Buch „Energetische Farblichtanwendungen – Praxis der Farblichttherapie“

Heinz KempingerHeinz Kempinger
Heilpraktiker für Psychotherapie, angehender Sozialwissenschaftler im Fach Psychologie, Autor, Dozent

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