Farben steigern Ihr Wohlbefinden und unterstützen Sie bei physischer und psychischer Genesung

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Was haben Farben mit Goethe zu tun? Die meisten Mitteleuropäer kennen Johann Wolfgang von Goethe als berühmten Dichter. Ihm selbst jedoch war die Erkundung der Natur und ihrer Erscheinungen viel wichtiger und er beschäftigte sich intensiv damit, ins besondere mit den Farben. Die Farben lehre Goethes ist eine der wichtigsten Theorien, die über Farbe geschrieben wurde, und hat bis heute Gültigkeit. Es ist erstaunlich, dass schon Goethe erkannte, dass bestimmte Farben ge wissen Eigenschaften, Empfindungen und Gefühlen zuzuordnen sind.

2017 01 Farben2Beispiel Gelb: „... besitzt eine heitere, muntere, sanft reizende Eigenschaft ... Das Auge wird erfreut, das Herz ausgedehnt, das Gemüt erheitert; eine unmittelbare Wärme scheint uns anzuwehen.“1)

Das Farbreisetagebuch war der Anfang

Ich beschäftige mich seit 1994 mit Farben und deren Wirkung auf den Menschen. Im Mai 1994 fuhr ich nach Italien in die Cinque Terre. Ich beschloss, ein Farbreise tagebuch zu schreiben, und ordnete je den Urlaubstag einer bestimmten Farbe zu. Dabei suchte ich die Farben nach der jeweiligen Tagesverfassung und Stimmung aus. Zu Hause las ich die Bedeutungen nach und sie passten 1:1 überein. So entstand ein erstes Annähern an Farben und Stimmungen. Meine innere Reise und Aus einandersetzung mit der psychologischen Bedeutung von Farben setzte sich fort und trug Früchte.

Das Farbtagebuch als Abendritual für Kinder mit Einschlafschwierigkeiten

Mein jüngerer Sohn Mathias war ein typisches Schreibaby und hatte viele Jahre Probleme beim Einschlafen. Eines Abends, als er ungefähr sechs Jahre alt war, hatte ich die Idee, ihm verschiedene Fragen über Farben und seine Befindlichkeit zu stellen, angeregt von Goethes Farbenlehre. Seine Antworten schrieb ich fein säuberlich in ein Büchlein. Jahre später verglich ich anhand einer kleinen Studie die Aussagen Goethes mit denen meines Sohnes und fand eine 100%ige Übereinstimmung. Sie können sich vorstellen, wie verblüfft ich war. Die genauen Statistiken habe ich in meiner Fachbereichsarbeit darüber festgehalten.2)

Der Beginn des Farb-Strichcodes

Während der Vorbereitung zur künstle rischen Abschlussarbeit für meine vier jährige Kunsttherapie-Ausbildung an der Wiener Schule für Kunsttherapie zur klinischen phronetischen®3) Kunsttherapeutin (nach Irmgard M. Starke) beschäftigte ich mich intensiver mit den Auswirkungen von Farben auf den Körper und die Seele. In dem Buch „Farben – Kinder des Lichts“ von Annemarie Strebel (Verlag Windpferd, 2002) las ich, dass Farben und Klänge gleiche Schwingungsfrequenzen haben, und fand die Zuordnung der Buchstaben der Tonleiter zu den dazugehörigen Farben. Bei meinen Recherchen darüber bestätigten sich jedoch abweichende Zuordnungen. Die von mir konsultierten Musiktherapeuten (immer m/w), Musiktheoretiker und Musikpädagogen stützten meine Ergebnisse. Danach ergänzte ich die Reihenfolge des Alphabets und die Ansätze des heutigen Farb-Strichcodes wurden bereitet.

In mir reifte schließlich die Idee, meinen Namen als Farb-Strichcode zu malen. Um eine gewisse Ordnung und ein System zu schaffen, entschied ich, die Vokale als dicke Striche und die Konsonanten als dünne Striche darzustellen. Darunter setzte ich mein Geburtsdatum und meine Geburtsstunde samt Lebenszahl (von der Kabbala aus errechnet), um ein einzigartiges individuelles Farbbild zu erhalten. Mein mathematisch und softwaretechnisch talentierter Sohn Mathias unterstützte mich tatkräftig bei der Umsetzung. Er entwickelte ein im Lauf der Zeit verfeinertes Programm, mit dem es mir möglich ist, die Farbgebung zu errechnen. Der Farb-Strichcode war geboren! Derzeit sind wir dabei, das Programm zu erweitern und auch Sonderzeichen zu erzeugen. Dies ist speziell für Logos interessant und wertvoll.

Farben und Klänge haben gleiche Schwingungsfrequenzen

Die Schwingungsfrequenzen von Farben und Klängen werden in Hertz gemessen. Die Wellenlängen in dem Bereich zwischen ca. 380 und 750 nm (Nanometer) lösen in unserem Auge einen organischen Reiz auf die Farbrezeptoren der Netzhaut aus, so wie Schallwellen einer bestimmten Frequenz bzw. Wellenlänge in unserem Ohr den Reiz eines Tones auslösen. 98 % des Tageslichts werden über das Auge aufgenommen, 2 % über die Haut. Deshalb ist auch die Auswirkung und Heilung mit Farben über das Auge am stärksten.

Um jede Zelle unseres Körpers kreisen Photonen, was bedeutet, dass er mit Licht kommuniziert. Dass Farben auf unseren Körper und unsere Psyche eine Wirkung haben, ist außer Zweifel, das belegen viele Forschungen und Studien. Siehe die Lichtforschung von Dr. Jacob Liberman (USA), die Farbtherapie von Karl Ryberg (Schweden) oder den psychologischen Farbtest von Dr. Max Lüscher (Schweiz), um nur einige zu nennen.

Jede Farbe hat ihre eigene Qualität und Energie

Grundlage sind die Farben des Lichts, die im Regenbogen sichtbar werden: Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigo und Violett. Jede Farbe des Lichtspektrums entspricht in ihrer Schwingung einem Aspekt unseres Lebens und hat eine unterschiedliche Wirkung auf die Psyche und den Körper. Wie jemand auf farbiges Licht reagiert, ist so einzigartig wie unser Fingerabdruck. Daher erscheint es logisch und schlüssig, dass die ganz persönlichen Farben aus dem Farb-Strichcode besonders gut wirken. Bei einer Farb-Strichcode-Analyse (auch persönliche Beratung oder Skype möglich) gehe ich konkret auf die einzelnen Farben Ihres Namens ein, was sie bedeuten, welcher psychologische Aspekt davon für Sie wichtig scheint, was es bedeutet, wenn eine Farbe häufiger als die anderen vorkommt oder eine gänzlich fehlt, und wie Sie diese mehr in Ihr Leben bringen können. Ergänzt wird die Analyse mithilfe der Kabbala aus Ihrem Geburtsdatum. Hier finden sich oft persönlichkeitsbezogene thematische Überschneidungen.

Was sagt der Farb-Strichcode über Sie aus?

Die Farben des Farb-Strichcodes werden auf der Grundlage des Namens ermittelt. Damit dieses einmalige Farbbild ganz auf Ihre Persönlichkeit abgestimmt ist, befindet sich Ihr Geburtsdatum und – wenn bekannt – Ihre Geburtszeit darunter, am Ende steht Ihre Lebenszahl. Die Zahlen haben nichts mit den darüber befindlichen Farbstrichen zu tun. Sie dienen dazu, den Farb-Strichcode ganz auf Sie persönlich abzustimmen und ihn dadurch einzigartig zu machen. Niemand hat den gleichen! Viele meiner Kunden sind begeistert und überrascht, wie zutreffend die Aussagen über ihre Persönlichkeit aufgrund der Farbkombinationen sind. Als anschauliches Beispiel nehme ich meinen persönlichen Farb-Strichcode:

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Er enthält die folgenden Farben:

          R o t         

steht für Urvertrauen, Bewegung, Liebe, Erdung, Aktivität, Urvertrauen, Sexualität (Sexuallust), Verwurzelung, Sicherheit, Kraft und Energie. Rot aktiviert das Abwehrsystem des Körpers und erhöht sowohl den Blutdruck als auch den Blutzuckergehalt. Es aktiviert die Atmung sowie das Nervensystem. Da die Farbe Rot und infrarotes Licht hauptsächlich vom Hämoglobin aufgenommen werden, ist das die Erklärung dafür, dass es ein Wärmegefühl erzeugt.

     O r a n g e     

steht für Kreativität, Lebensfreude, Freude über kleine Dinge. Es sind Menschen, die schöne Dinge lieben und ihre Sinnlichkeit voll ausleben! Körperlich ist Orange den Sexualorganen zugeordnet und steht auch für Sexualität (Fortpflanzung) und zudem für die Steuerung der Verdauung, die Wirbelsäule, Niere, Blase, Nebennieren. Des Weiteren gilt: sich zentrieren, „In der Mitte sein“, Erleuchtung.

        G e l b        

steht für Entscheidungskraft, regt das abstrakte Denken an. Da Gelb keine starren Grenzen kennt, steht es für Freiheit und Unabhängigkeit, auch im Denken und Handeln. Gelb verleiht anderen Farben mehr Strahlkraft und hat den höchsten Lichtanteil unter den Farbenergien. Gelb ist das stärkste Antidepressivum von allen Farbenergien. Gelb ist dem endokrinen Anteil der Bauchspeicheldrüse zugeordnet. Es bringt darüber hinaus den gesamten Prozess in Bewegung und löst eine körperliche, geistige und intellektuelle „Entschlackung“ aus.

Da ich Gelb nicht in meinem Farbspektrum habe, es aber wichtig erscheint, alle Farbqualitäten des Lichts zu vereinen, achtete ich instinktiv schon früher darauf, mehr von den Gelb-Qualitäten in mein Leben zu integrieren, ohne gewusst zu haben, wie wichtig es ist, diese Aspekte zu berücksichtigen.

        G r ü n        

wirkt ausgleichend, beruhigend, entspannend, steht für Harmonie, das Leben, Naturverbundenheit (Grün entspricht der Energieschwingung unseres Planeten), Herzensenergie: Es ist allen Bereichen des Herzens zugeordnet, physisch wie auch psychisch. Es stärkt die Selbstheilungskräfte. Grün entspannt die Augen. Dunkelgrün ist die Wahl, wenn man sich auf wichtige Dinge konzentrieren muss und nicht abgelenkt werden will (Operationssäle sind deshalb in Grün gehalten).

   H e l l b l a u   

steht für Gefühlstiefe, Kommunikation und die Kreativität in allen dazugehörigen Bereichen (Ausdruck über Sprache, Schreiben, Gesang). Es wirkt kühlend, beruhigend auf Puls, Blutdruck und verringert die Adrenalinproduktion. Es unterstützt die Sauerstoffaufnahme und reduziert gleichzeitig die Hormonausschüttung. Blau wirkt größ- tenteils auf das Unterbewusste. Es führt einen in die eigenen Tiefen seiner Seele, zum Ursprung und unterstützt geschehen lassen und leben lernen.

      I n d i g o     

die zweitstärkste aller Farbenergien. Es steht für Inspiration, Geisteskraft, Gemeinschaftsgefühl, Intuition, inneres Wissen, Wille, Mut. Es beeinflusst die Hypophyse („Chefin der Hormonproduktion“). Dabei unterstützt und beruhigt es das gesamte Nervensystem, stärkt die Regeneration besonders auf geistiger und emotionaler Ebene und die mentalen und psychischen Kräfte, vermag die nervlichen Störungen an ihren Ursachen anzupacken. Indigo senkt den Blutdruck, hilft bei juckenden Ekzemen und stärkt die Venenwände.

     V i o l e t t     

gibt es in meinem Fall am häufigsten, das bedeutet, diese Qualitäten sind besonders stark angelegt. Es hat die intensivste Wirkung im Lichtspektrum. Da es aus Rot und Blau besteht (zwei gegensätzlichen Farben) kann es sein, dass man sich auch immer wieder ambivalent fühlt, da es zwei Gegensätze in sich vereint. Aktivität und Ruhe, Mut und Gelassenheit, das Körperliche und das Geistige, das alles beinhaltet Violett. Es steht für Spiritualität, die Verbindung zum höheren Selbst, es kann einen empfänglich für die Schwingungen der Menschen machen, unterstützt bei Meditation und Konzentration. Ohne violette Energie würde unsere Seele verkümmern.

Wie wirkt der Farb-Strichcode?

Farben wirken am meisten über das Auge. Alle gleichzeitig zu sehen, erhöht die Wirkung, man bringt sich damit in Einklang und wird dabei unterstützt, sein volles Potenzial zu entfalten. Wenn man die Wirkung seiner persönlichen Farben erhöhen will, sollte man diese möglichst oft um sich haben. Am einfachsten ist es, seinen FarbStrichcode auszudrucken und an eine Stelle zu hängen oder in einen Bilderrahmen zu stellen, wo man ihn täglich mehrmals sehen kann.

Weitere konkrete Anwendungsmöglichkeiten

Man kann den Farb-Strichcode auf dem Laptop-Desktop, als Handy-Hintergrund, in der Wohnumgebung (Malerei, Tapete, Mö- bel, Vorhänge, Accessoires ...), bei der Kleidung, beim Essen, Trinken oder bei Pflegeprodukten (mit Natur-Lebensmittelfarbe) zur stärkeren Wirkung einsetzen.

Sie können auch in meinem Onlineshop (www.susannewolfsohn.at) einige Produkte mit Ihrem Farb-Strichcode bestellen. Sollten Sie Ihre Farben auf etwas platzieren wollen, das Sie dort nicht finden, nehmen Sie Kontakt zu mir auf. Ihren Farb-Strichcode können Sie prinzipiell auf alles drucken. Mittlerweile gibt es sehr viele Anwender des Farb-Strichcodes, die ihr ganz persönliches Farbbild in ihr Leben integriert haben und täglich nutzen.

Hinweise

  • 1) http://farben-welten.de/farbenlehre/6sinnl_sittl_farbe/gelb_rotgelb_gelbrot765.htm
  • 2) Farbtagebuch; Fachbereichsarbeit Bildnerische Erziehung, Kolleg für Sozialpädagogik für Berufstätige, 1210 Wien
  • 3) Phronetik: http://www.kunsttherapie-schule.at/phronetische-kunsttherapie/zur-phronetik-und-phronetischen-kunsttherapie/

Literatur

  • Itten, Johannes: Kunst der Farbe. Subjektives Erleben und objektives Erkennen als Wege zur Kunst. Otto Maier Verlag, 1961
  • Liberman, Dr. Jacob: Die heilende Kraft des Lichts. Der Einfluss des Lichts auf Psyche und Körper. Piper, 1996
  • Lüscher, Prof. Dr. Max: Die Lüscher Farben. Zur Persönlichkeitsbeurteilung und Konfliktlösung. Mosaik Verlag, 1989
  • Pawlik, Johannes: Goethes Farbenlehre. DuMont, 8. Auflage, 1992
  • Ryberg, Karl: Farbtherapie. Die Wirkung der Farben auf Körper und Seele. Mosaik Verlag, 1992
  • Wolfsohn, Susanne: Farbtagebuch. Fachbereichsarbeit Bildnerische Erziehung. Kopieexemplar, 2003

Susanne WolfsohnSusanne Wolfsohn
dipl. phronetische® Kunsttherapeutin, Dipl.-Sozialpädagogin, Wien

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