Erkennen Sie sich wieder: rot blau gelb?

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Eine kleine ernstzunehmende Humoreske über die männlichen Naturelle

Sichtbarmachen: Als Psycho-Physiognomin werde ich immer wieder gefragt: Haben Sie die große Glaskugel dabei, lesen Sie aus Kaffeesatz … ist das nicht Schubladendenken, was Sie da machen – ich sage nein!
Das Gesicht und der Körper sind einzigartig wie ein Fingerabdruck. Ich möchte Sie mit kleinen Anekdoten über das männliche Geschlecht in die Psycho-Physiognomik entführen.
Wir fangen mit den Prototypen/idealen Naturellen an, die hier heiter bis wolkig beschrieben werden. Jeder kennt sicher einige Anteile von sich – Hand aufs Herz. Wir sind alle einzigartig und eine Mischung dieser Archetypen, daraus ergibt sich auch die Farbzuordnung.

fotolia©VerzhKennen Sie den schon? Lesen Sie mit – schauen Sie mit! Der Rote – der Held, der Macher!

Der Macher, Dynamiker, zielorientiert, wo ich bin, ist vorne, und am besten mit dem Ziel beginnen – Details, wen interessiert das? Das Leben ist Kampf und Konkurrenz belebt das Geschäft. Yes I can! Hektische Aktivität – viel hilft viel. Lieber Mann, wenn diese Aussagen auf Sie zutreffen, dann sind Sie ein Bewegungsnaturell und haben wahrscheinlich einen dynamischen, sportlichen Körper. Sie sind knochig, muskulös, Ihre Schultern sind breit und stark. Ich nenne diesen Typ in meinen Seminaren gern „Indianer“. Sie haben wenig Ruhe, aber viel Dynamik im Anspruch Ihrer Persönlichkeit. Wenn Ihr Rücken dann noch v-förmig ist, Sie eine schmale Taille, einen knackigen Po haben, Ihr Gesicht rechteckig, kantig ist – ja dann – passt es. Dann haben Sie die Rot-Energie.

Sie brauchen auch einen dynamischen Körper, wie sähe es sonst mit Ihrem Bewegungsdrang aus? Starker Antrieb zur motorischen Aktivität (früher hätte man Sie in der Arena als Gladiator erlebt, heute auf dem Fußballplatz?), ja, so wollen Sie das. Der Realist ist praktisch eingebaut und gibt den Ton an. Effektiv, so wollen Sie arbeiten. Pläne voranzutreiben und Ideen zum Durchbruch zu bringen, ist Ihr Ding. Theoretische Lösungsversuche – alles papperlapapp. Kein Ziel kann anstrengend genug sein, Sie mögen gern körperliche Strapazen, dann merken Sie den Erfolg. Allerdings basiert Erfolg gelegentlich auch auf hektischen Aktivitäten. Die Kerze an beiden Enden anzünden, wenn das nicht reicht, auch noch in der Mitte – puff … die rote Lampe brennt schon längst! Merken Sie das? – Nein, Sie ignorieren es lieber, sonst steht es dem Bewegungsdrang doch im Weg. Außerdem macht es einen wahrhaft guten Eindruck, auch mit letzter Kraft noch Leistung zu bringen …

Nehmen Sie gern den Anderen die Dinge aus der Hand? Im Stillen denken Sie dann: Hätte er ja auch selbst machen können! Nein! Sie sind zu schnell und sehen gleich, wo es hakt. So steht auch bei der Berufswahl die Dynamik im Vordergrund und nicht die Ökonomie (Besitz wird für Ziele gerne aufgegeben). Ideale Berufe wären bei Polizei oder Armee, also Berufe, die nicht nur dem Bewegungsdrang, sondern auch der Zielverbundenheit und Richtlinientreue des Indianers (Bewegungs-Naturell) entsprechen könnten. Ruhe, Genuss, Zartgefühl und Feinheit werden nicht wirklich gelebt; Sie leben nach dem Motto „Was mich nicht umbringt, macht mich härter“. Die vorherrschende Energie ist der Magnetismus, der Sie als richtigen Kerl ausmacht: Sie wirken selbstsicher, suggestiv, extrovertiert. Wollen Sie andere auch gern beeinflussen und in die Tat bringen? Sie schaffen das, weil Sie die Szene beherrschen. Harmonisch Ja, wenn es nach Ihren Regeln läuft, ansonsten knallt auch schon mal die Tür. Nahrung muss ihren Zweck erfüllen, damit der Motor brennt. Eine Serviette, die zur Rose gefaltet ist, brauchen Sie die? – Sicher nicht. Indianer mögen Fleisch, Körner und setzen diese auch direkt um. Nichts wird als Reserve am Bauch abgelegt. Irr-reales können Sie nur schwer akzeptieren, es sei denn, es gibt handfeste Beweise. Ergebnis- und Erfolgsorientierung ist Ihr Elixier. Haben Sie sich hier wiedergefunden?

fotolia ©antonbrandDer Blaue, der Mönch oder das Ruhe-Naturell, „Couching“-Naturell: realitätsfokussiert

Wer von Ihnen hat einen kleinen Bauchansatz versteckt, liebe Herren? Sind ihre Beine nicht wirklich für einen Marathon geeignet, weil sie kurzgliedrig sind (ich meine Arme und Beine)? Haben Sie überhaupt etwas Fülle? Eine mittlere, eher etwas breite Körperfülle zeichnet Sie aus – willkommen im Club – ich bin zwar weiblich, aber auch ein Mönch und das ist gut so!

Bauchbetonung gibt gelegentlich Ruhe im System. In der Physiognomik heißt unser Gesicht „apfelförmiges Breitgesicht“ – ok, das hört sich nicht wirklich schön an, aber kastenförmiges Langgesicht oder Eierkopf auch nicht.

Verwirklichungsmuster brauchen Sie nicht im Sport, oder nur bei den ruhigeren Arten wie Schwimmen, Tanzen, Yoga, wir sind ökonomisch. Dieses Feld wollen wir beackern. Da wir beim Feld sind: Körner mögen Sie nicht so gern, weil es viel Energie beim Kauen verbraucht! Ruhige, reale und wirtschaftliche Lebensthemen sind wichtig. Deshalb wirken Sie auf Ihr Umfeld beruhigend manchmal etwas dick-„fellig“.

Ich merke gerade: ich rede im Wir-Modus. Ich schließe mich da als Frau ein. Realer Lebensgenuss ist wichtig und wir räumen dem genügend Platz im Alltag ein. Hallo: „Wir essen nicht unbedingt mehr als die anderen Typen, verarbeiten aber alles und legen auf Halde, für schlechte Zeiten.“ Alles wird in Jahresringen am Bäuchlein abgelegt. Auch auf der seelischen Seite – gut liebe Männer, das wollt Ihr vielleicht nicht hören – ist aber so. Wie sieht es mit einem Mittagschläfchen aus oder gehen Sie tatsächlich 1 000 Schritte – gefühlt von Berlin nach München – nach dem Essen?

Es ist, wie es ist – und es ist gut so. Leben und leben lassen! Wenn diese Aussagen für Sie Programm sind, haben Sie sicher irgendwo einen Ernährungsanteil. Runde Nasenspitze, fleischiges Ohrläppchen (dort sitzt auch die Sammelleidenschaft nicht nur für Autos, Werkzeug, technisches Gerät, sondern auch für‘s Bäuchlein).

Wenn Sie gemächlich einen Raum betreten und mit schnellem Blick das bequemste Möbelstück entdecken und sich dort platzieren: haha, erwischt … Sie wollen es behaglich! Unnötige Wege einschlagen – wie geht das? Auf einem Barhocker stundenlang sitzen – nein! Das macht der Indianer, der ja auch schnell wieder aufspringen und los muss, sobald das Handy Alarm schlägt. Keine Kraftanstrengungen zu suchen gelingt: Mit wenig viel erreichen! Große sportliche Aktivitäten sind Ihnen fremd und werden als völlig unsinnig empfunden – doch es gibt Menschen, die rennen durch den Wald!

Gut, vielleicht sieht man Sie ausdauernd und fleißig im Garten arbeiten, wo vor allem Nützliches für das eigene Wohl und das anderer gesät und geerntet wird.

Sind Sie ein Hamster, legen Sie Vorräte an? Haben Sie Geld irgendwo gebunkert? In der Berufswahl haben Sie sich für eine eher sitzende, ortsgebundene Tätigkeit entschieden! Vielleicht im Büro oder auch als erfolgreicher Unternehmer mit wenig Expansionswillen? Risikobereitschaft und Reisen stehen Ihrem Ruhebedürfnis entgegen. „Es war schon immer so“, Altbewährtes und Traditionelles schätzen Sie? Sind Sie im Schützen- oder Heimatverein? Dort kann Ihre Anwesenheit (Mönche sind auch sehr gesellig) allein Spannungen neutralisieren. Die angeborene Ruhe und Diplomatie wirkt sowohl für stressgeplagte Indianer als auch für durch geistige Höhenflüge und Reizüberflutung geplagte Prinzen entspannend. Von Ihnen können die beiden Anderen lernen, effizient und praktisch zu wirtschaften, damit ihre Aktivität und ihre Ideen auch erfolgreich umgesetzt werden können. Nachsatz: In Fastenkuren findet man uns nicht, dort sterben wir am zweiten Tag am Nahrungsmangel!

fotolia©honeyflavourNun, liebe Männer, haben Sie Lust, den Dritten kennenzulernen? Es fehlt noch einer im Dreigestirn: Genau, der Prinz, der Visionär und Künstler!

Wenn Sie einen schlanken, aber eher zierlichen Körper haben, Ihr Kopf die Form eines Eies hat, das auf dem Kopf steht, dann sehen Sie im Spiegel einen Prinzen mit viel Empfindungsenergie, ok, Männer wollen das nicht wirklich – zierlich – sich zieren …

Jeden Pups merken, der Prinz neigt auch zum Hypochonder, naja, das wird den Männern im Allgemeinen nachgesagt. Wenn Sie Visionen haben –, gehen Sie nicht zum Arzt – genießen Sie es und bringen diese in eine kreative Arbeit ein.

Ist Ihr Kinn eher etwas schwach, was dem Prinzen idealisiert zu eigen ist, dann kommen Sie vom Theoretisieren nicht so gut ins Handeln, das ist aber vielleicht auch nicht wichtig. Wichtig sind Ihre Ideen, die der Indianer (in Ihnen oder der Kollege) auf den Weg bringen kann und der Mönch kann schauen, ob die Kasse es hergibt.

Wenn Sie dauernd Reize aufnehmen, ein Hamsterrad im Kopf haben, vergessen zu essen und zu schlafen, dann kann diese Vibration in Ihnen schnell in Hetze und Märtyrertum umschlagen. Sie haben eine 360-Grad-Aufmerksamkeit, hören das Gras wachsen – bitte suchen Sie Ausgleich!

In Gesprächen haben Sie die Geistesblitze, weil Sie alle Reize aufnehmen, an Ihrer Mimik sieht jeder, wie es Ihnen geht (ja, wenn man zu lesen versteht).

Abgrenzung ist ein Thema von außen nach innen und innen nach außen, alles was passiert, passiert Ihre feine Haut. Deshalb merken Sie Ihr Unwohlsein auch direkt. Erklären Sie Ihrem Arzt auch direkt, unter welcher Krankheit Sie leiden (das www hat viele Angebote im Programm!). Mögen Sie mit den Augen essen? Lieben Sie delikate Speisen, die eine Geschmacksexplosion im Mund abfeuern? Ist Ihnen eine Schweinshaxe eher zuwider?

Gehören Sie vielleicht zu den Männern, die auch gern über ihre Probleme sprechen, Geschichten erzählen und brauchen Sie Vielseitigkeit? Ich meine im Geist! Herzlich willkommen bei den Prinzen!

Riechen (nein, nicht Sie), schmecken, tasten, hören, alles genießen Sie feinstofflich. Männer wollen nicht gern so sein, wenn Sie sich allerdings trauen, genau diese geistige, vibrierende Energie zu leben – großartig, was wäre die Welt ohne Sie! Gut, Sie sterben auch für Ihre Ideale (z. B. Greenpeace) – haben Mutter Theresa auf Ihrer Stirn stehen.

Findet man/frau Sie etwa auch in esoterischen Vorträgen? Dafür sind Sie offen. Allerdings sind Sie mit Zeit und Geld eher nachlässig – sind Sie der, der etwas verpeilt zu spät kommt?

Ratschläge und Hilfe annehmen – nein danke! Wie sieht es aus im Krankheitsfall – fühlen Sie sich unverstanden („stell dich nicht so an!“), werden Sie dann schnell auch mal depressiv, weil die Reize verkümmern in dieser maladen Phase.

Sinnlosigkeitsgefühle, wenn Träume platzen – immer ich! Zusehen und nicht zu helfen geht gar nicht. Für dumm oder inkompetent gehalten zu werden, wo sie doch viel Wissen angesammelt haben (Klugsch…), aber sie wissen es oft auch besser (der Mönch ist ein Erbsenzähler)! (ugs. Klugsch...)

Langeweile, warten, anstehen, einengen gehört nicht zu Ihren Lieblingsmerkmalen. Mann/Prinz könnte in der Schlange an der Kasse die Gedanken fliegen lassen.

So, liebe Männer, nun habe ich Ihnen die drei idealisierten Naturelle/Archetypen der Psycho-Physiognomik vorgestellt. Sie sind ja gottseidank eine Mischung aus zumindest zweien dieser Typen. Jeder dieser Typen kann jedes Temperament haben. Kommt ein Indianer dauernd mit hängenden Schultern und langsam daher – stimmt etwas nicht. Oder kommt ein Mönch ständig gereizt und gehetzt an – wo doch in der Ruhe die Kraft liegt ...

Genau da schauen Physiognomen hin. Welche Energie und Grundausstattung hat der Körper, passt der Kopf dazu – oder möchte der was anderes? Gibt es große Widersprüche im Fühlen und Handeln, was wollen die Sinnesorgane sagen? In jeder Form steckt für die Menschenspezialisten aus physiognomischer Sicht eine In-FORM-ation.

Diese kleinen Geschichten dienen als Hilfe, um seinem Naturell auf die Schliche zu kommen. Lesen Sie sich, schauen Sie, wie Sie unterwegs sind. Und immer schön gucken!

Ilona Weirich Ilona Weirich
Psycho-Physiognomin

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