Leitbild als Leuchtturm. Arbeiten mit Metaphern. Teil 1

2014-03-Leitbild1

„Wir arbeiten zwar unter einem Dach, aber jeder arbeitet so, wie er es für richtig hält. Teilweise passen die Führungsstile nicht zueinander und auch das Umgehen mit unseren Klienten nicht. Darunter leidet unsere Arbeit, weil jeder einmal unsicher ist, ob er es im Sinn der Gesamtorganisation richtig macht, und auch unsere Treffen, die der Koordination und dem Zusammenhalt dienen sollen, erscheinen vielen nutzlos. Irgendwie fühlt sich jeder nur heimisch in seiner Parzelle, aber nicht einem gemeinsamen Haus oder Bauernhof zugehörig.“

Dies, werte Leserinnen und Leser, ist eine Klage, die typisch ist für Organisationen oder Institutionen, die verschiedene Aufgaben unter ihrem Dach beherbergen. Aus Anonymisierungszwecken nenne ich die Dachorganisation „Helfen“, die Sektionen mit unterschiedlicher Klientel vereint. Darunter befinden sich ein Haus für schwer erziehbare Jugendliche aus verschiedenen Primärkulturen, eines für pflegebedürftige Menschen, Kindergärten, Förder-„schulen“.

Die Aufgabe, der sich die insgesamt 24 Leiterinnen und Leiter widmeten und bei der ich beraten und begleiten durfte, lautete: Wie können sich Personen aus einem Haus, aber aus verschiedenen Themenzimmern auf ein Leitbild verständigen?

Da wir uns auf das Arbeiten mit Metaphern verständigt haben, waren weitere Fragen: Warum sollten Metaphern wirkungsvolle Vehikel sein, um ein Leitbild zu verfassen? Was genau können Metaphern aus welchen Gründen dafür leisten? Und was ist zu tun, um diese Leistung abzurufen?

Einstimmung: Die Metapher des Leuchtturms

fotolia©Tomasz ZajdaIm Titel dieses Beitrages finden Sie bereits eine Metapher: Leitbild als Leuchtturm. Im Sinne eines Primings (der mentalen Bahnung) lohnt es sich, einige methodische Schritte noch vor der Fallvignette zu gehen.

Die Leuchtturm-Metapher kann sowohl einer Person als Sinnbild dienen für das, was sie innerhalb eines Umfeldes darstellen möchte. Die Metapher kann ebenso einer Organisation als Zielbild dienen. Das gilt für zahlreiche, aber natürlich nicht für alle Metaphern. Insofern ist es in der Auftragsarbeit mit Metaphern bedeutsam, zu klären, worin das primäre Ziel besteht: eine persönliche oder eine organisationsbezogene Metapher zu finden, die im Alltag Orientierung geben soll.

Sie werden sehen, dass es häufig klug ist, mit beidem zu arbeiten; denn Selbstverständnis-Weisen, also persönliche Metaphorik, sollten zumindest Überlappungen bzw. Anschlussfähigkeit zur Organisations-Metaphorik bieten. Dazu später.

Wenn Sie mögen, notieren Sie bitte sämtliche Assoziationen, die die Metapher des Leuchtturms in Ihnen spontan hervorruft. Vielleicht befinden sich unter Ihren spontanen (!) Assoziationen diese:

  • Fest stehendes, stabiles Gebäude im Meer, das durch sein Licht Orientierung gibt und die Navigation von Schiffen erleichtert.
  • Leuchttürme sind stabil. Sie überstehen Stürme und hohe Wellen über Jahrhunderte. Auf sie ist Verlass.
  • Leuchttürme helfen dabei, nicht auf Grund zu laufen und so das eigene Schiff sicher durch die See zu steuern – mitsamt der Mannschaft und anderen Reisenden.
  • Leuchttürme signalisieren oft auch „Land in Fernsicht“. Sie geben Anhaltspunkte über die eigene Lokalisation.
  • Ein Leuchtturm verleiht oder suggeriert Sicherheit. Im Vertrauen darauf, dass es Leuchttürme gibt, können Kapitäne freier von Belastung navigieren, haben sie mehr Spielräume, um neue Routen zu probieren, als in einem Gewässer ohne Leuchttürme.

Beim näheren Hinsehen(!) oder Analysieren erkennen Sie: Die Metapher stellt einige Aspekte in den Vordergrund, beleuchtet sie mit hellem Licht oder – um in der Metaphorik zu verweilen – lässt bestimmte Aspekte auf den Wellen des Meeres schwimmen.

Neben den offenkundigen und meist eher positiv konnotierten, weil die gewünschte Funktion herausstellenden, Aspekten gibt es weitere, die eher im Hintergrund liegen, quasi im Dunkeln oder – um wieder in der Metaphorik zu bleiben – in den Tiefen des Wassers schweben.

Welche eher verborgenen oder in den lichtlosen Tiefen des Meeres verweilenden Aspekte fallen Ihnen spontan ein? Vielleicht sind diese darunter:

  • Der Leuchtturm symbolisiert Starre, Starrheit: ein Gebäude, das sich von selbst nicht verändert.
  • Der Leuchtturm wird verändert: Ohne sein Zutun wandelt er sich durch die Gezeiten, Stürme, Wellen und andere Einflüsse zwischen Himmel und Erde, denen er ausgesetzt ist. In der Regel bemerken wir die Veränderungen im Prozess nicht, geschweige denn, können sie beobachten, weil sie langsam, sukzessive, allmählich, gemächlich stattfinden; es ist aber auch möglich, dass ein Blitz einschlägt und den Leuchtturm massiv beschädigt oder ein Vulkan bricht aus, so dass er ganz verschwindet.
  • Ein Leuchtturm kann „im Weg stehen“, wenn sich Fahrrinnen, Routen, Schifffahrtswege ändern. In diesem Fall be- oder verhindert er, dass neue Wege gefahren werden können.

So weit zur Einstimmung und ersten systematischen Betrachtung.

Warum sollte ein Leitbild metaphorisch gezeichnet werden?

Leitbild = leitendes Bild, also ein Bild mit diesen Funktionen: orientieren, Richtung weisen, kanalisieren, steuern oder lenken, unterscheiden (z. B. gehört dazu – gehört nicht dazu, angemessen – unangemessen). Metaphern fungieren zudem als Trägermedien oder „Hilfsmittel“ bei dem Versuch, etwas zu erfassen, das „wir in seiner Totalität nicht verstehen können“ (Lakoff/Johnson 2007, S. 221); sie helfen, Komplexitäten reduzieren bzw. grob zu erfassen.

Im Begriff des Leitbildes scheint das Visuelle auf; es liegt also nahe, den Sehsinn einzubeziehen. Ein Leitbild erzeugt ein mentales Bild und entfaltet auf der bewussten wie unbewussten Ebene hohe Wirksamkeit, weil es mit emotionalem Erleben einhergeht und auch implizite Motive bedient, zu denen Zugehörigkeit, Einfluss für Gestaltung, Leistung als Sich-Beweisen gehören. Die Wirksamkeit offenbart sich vor allem darin, dass Leitbilder „eine zu verwirklichende Perspektive und damit einen Zielhorizont in einem sinnhaften Kontext skizzieren“ (Rawolle, Kehr 2012, S. 12-17).

Metaphorisch dargestellte Leitbilder bahnen kognitive, emotive, motivationale Prozesse, kanalisieren Aufmerksamkeit und justieren Handeln. Dies bestätigen sowohl Praxis als auch essenzielle Erkenntnisse der interdisziplinären Metaphernforschung (Übersicht Mahlmann 2010, Station 2).

Metaphern: Was sie sind, was sie leisten, wie und warum sie wirken

Um es sofort zu sagen: Metaphern sind keine Geschichten! Geschichten haben ein Regiebuch, eine vordefinierte formale und inhaltliche Dramaturgie mit weiteren Festlegungen für Szenerie, Personal etc. Geschichten sind inflexibel (es sei denn, sie sind allegorisch). Dieser Festlegungen entbehren Metaphern komplett.

Metaphern, in der Regel synonym für bildliche Sprache, gehören zu sprachlichen Bildern. Bildern also, die wir mit Worten erzeugen. In ihnen wird ein Ausdruck mit einer „eigentlichen Bedeutung“ in einen anderen Zusammenhang, an einen anderen Ort transportiert. Dort wird er „uneigentlich“, da er in einen fremden Kontext gestellt wird. Diese Wandlung von eigentlich zu uneigentlich erfolgt aufgrund eines Vorgangs, der als „Übertragung“ bezeichnet und damit selbst wieder metaphorisch erläutert wird. Beispiele: Leiterin einer Kita – ich als Gärtnerin und der Kindergarten als Familie; Leiter einer Ausbildungsstätte für Heilpraktiker – ich als Kapitän und die Institution als Kreuzfahrtschiff.

Metaphern als eine Form von Sprachbildern (vertiefend: Kohl 2007, Kurz 2004, Lakoff/Johnson 2007, Mahlmann 2010) betonen das visuelle Imaginieren. In der Metaphernforschung besteht indes Konsens darüber, dass Metaphern multisensorisch wirken, da Imaginieren selten auf den Sehsinn beschränkt ist. Vielmehr erzeugen Sprachbilder neben kognitiven Assoziationen auch auditorische, kinästhetische, olfaktorische Empfindungen – sie färben die Imagination mit, verleihen ihr Atmosphäre, Stimmung, Melodie bis hin zu Düften. Das Konzept des Neurolinguistischen Programmierens und sämtliche Interventionen unter dem Titel Hypnose oder Hypnotherapie arbeiten mit dieser vielsinnigen Vorstellungskraft.

Bildliche Ausdrucksweisen sind dermaßen allgegenwärtig, dass George Lakoff und Mark Johnson, die Pioniere der erfahrungsbasierten und leibbezogenen Forschung um Alltagsmetaphern, ihr Buch „Metaphors we live by“, also „Metaphern, nach und in denen wir leben“, genannt haben.

Übereinstimmung besteht zudem darin, dass die veran„schau“lichende Wirkung sprachlicher Bilder eine Synthese ist: Leiblichkeit und Körperwahrnehmung, Sprache und Denken, Fühlen und Empfinden, Aktion und Interaktion, Erlebnis und Erfahrung, anthropologische Konstanten und soziale Kontextvariablen und deren Wechselwirkungen samt den Umwelteinflüssen sind an metaphorischen Beschreibungen beteiligt. Entsprechend sind gleichsam alle Areale unseres Gehirns aktiv.

Metaphorische Sprache aktiviert unter anderem verbal-assoziative und imaginative Prozesse im Gehirn. Dank bildgebender Verfahren verdichten sich die Indizien dafür, dass Metaphern generell Areale in beiden Hemisphären der Großhirnrinde aktivieren. Die breite Verteilung der Aktivierung in senso-motorischen Feldern wird damit erklärt, dass Sprache eine motorische (sprechen), eine auditive (hören) und eine visuelle Handlung (lesen) ist. Dabei verarbeiten die Hemisphären bekannte/konventionelle und unbekannte/originelle Metaphern unterschiedlich. Gängige Metaphern liegen im alltäglichen Lexikon parat, etwa Motorhaube oder Wolkenkratzer. Aufgrund der Vertrautheit werden sie als Metaphern kaum noch wahrgenommen, entfalten also wenig Wirkung. Sie aktivieren vornehmlich die linke Hemisphäre, während neuartige, kreative, innovative, poetische Metaphern verschiedene Areale in beiden Hirnhälften stark stimulieren. Unvertraute Metaphern zu produzieren und zu verstehen, ist aufwendiger, weil sie ein Überraschungsmoment in sich tragen. Ob konventionell oder originell: Immer erschließen wir Metaphern kognitiv, sensual, emotional (vertiefend: Mahlmann 2010, Station 2).

In dem Bereich der vertrauten Metaphern finden Sie lexikalisierte und tote, nämlich in den Wortschatz integrierte Sprachbilder, sodass diese kaum noch metaphorisch wirken bzw. als Metaphern erkenntlich sind, etwa „Wir sind gut aufgestellt“, „Das Projekt läuft prima“ und konventionelle Metaphern, etwa „Die Federführung hat …“, oder „Die Diskussion glich eher einem Krieg als einer rationalen Auseinandersetzung“. Auf dem Feld der unvertrauten Metaphern tummeln sich kreative/innovative, lebendige und kühne Metaphern. Sie alle bergen ein Überraschungsmoment. Wir werden stutzig und müssen nachdenken. Beispiele: „Meine Gedanken stolzieren mit frechem Blick an meinem geistigen Auge vorbei“; „Migräne – ein Bergwerk, in dem unzählige Teufelchen mit Schlaghammer und Pressluftbohrer herumwerkeln“; „Depression – ein überdimensionaler Schatten, der sich pseudotierchenhaft mit mir bewegt“.

Nützlich werden solche Differenzierungen, wenn die Qualität von Metaphern für ihre konstitutive Funktion wichtig wird. In der praktischen Arbeit mit Metaphern ist es bedeutsam, die Wahl zwischen konventionell und originell zu treffen, wenn die Metapher für das Leitbild einen Umbruch signalisieren soll. Handelt es sich z. B. um eine Einrichtung, die bisher charismatisch geführt wurde, und soll es nach einem Generationenwechsel an der Führung mit viel Beteiligung weitergehen, wird eine Metapher benötigt, die noch wenig konventionalisiert ist. Sie schafft Aufmerksamkeit, erzeugt das Gefühl, dass die anvisierte Veränderung drastisch ist, und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass jedes Mitglied zumindest bemerkt, dass „etwas im Schwange ist“.

Woran Metaphern erkennbar sind

Metaphern erkennen Sie an der Verwandlung von Eigentlichem in Uneigentliches, an der Übertragung eines Ausdrucks aus einem vertrauten, angestammten hinaus und hinein in einen neuen Kontext. Metaphern wirken hochselektiv. Sie stellen bestimmte Aspekte auf die Bühne und verweisen andere hinter die Bühne. Welche dies jeweils sind, kann mit jedem Gebrauch variieren. Das Uneigentliche generiert diesen Be-Deutungs-Überschuss und räumt imaginative, interpretative und pragmatische Freiräume ein. In Kontexten von Veränderung assistieren Metaphern zudem als Motivatoren und Attraktoren. Sie inspirieren, das Neue zu visionieren, vorzustellen, in Blick zu nehmen, anzuschauen und sorgen dafür, dass wir uns auf den Weg machen. Metaphern sind sowohl Vehikel zum Verstehen als auch Medien für Innovation. Schlussendlich fungieren sie als Handlungsstimulans.

In der Arbeit mit Metaphern gilt es, diese Kenntnisse fruchtbar zu machen. Systematisch geht es um eigentliche/uneigentliche Bedeutung, belichtete/beschattete Aspekte, Quell-, Hintergrund-, Herkunfts-, Zielbereichs-, Ziel-Metaphern bzw. –Metaphorik und Übertragung. (Wer mehr zu Grundoperationen metaphorischer Prozesse, inklusive der Überlappungen mit und der Unterschiede Metapher – Vergleich, Analogie, sowie Funktionen und Leistungen erfahren möchte, wird hier fündig: Kohl 2007: S. 41 ff; Lakoff/Johnson 2000; Mahlmann 2010, Station 2).

Ein Beispiel aus der gesellschaftlichen Wirklichkeit: Das Finanzsystem wird häufig als „Blutkreislauf“ metaphorisiert. Banken sollen Unternehmen mit Kapital versorgen, um das Wirtschaftssystem am Leben zu erhalten. In der Analyse ist v. a. relevant: Das Finanzsystem ist kein Blutkreislauf und folglich versorgen Banken keinen Blutkreislauf. Die eigentliche Bedeutung von „Blutkreislauf“ entstammt dem Herkunftsbereich eines biologischen Lebewesens oder Systems. Die eigentliche Bedeutung und Verortung von Blutkreislauf wird verändert, indem der Ausdruck in einen neuen Kontext, den Zielbereich Finanzsystem, transportiert und dort platziert wird.

Hier hat sich der Ausdruck Blutkreislauf in eine uneigentliche Bedeutung gewandelt – deshalb die Rede von dem „übertragenen“ Sinn einer Metapher. Wir verstehen, was ausgesagt werden soll, dadurch, dass wir diesen Übertragungsprozess vom Eigentlichen zum Uneigentlichen mitvollziehen: Die Metapher „Blutkreislauf“ belichtet etwa Versorgung, Sicherheit, Wohlergehen, gewährt einen Einblick in die Komplexität des Kreislaufs dieser Sicherheiten und exponiert dadurch die überlebenswichtige Relevanz. Im Schatten der Metapher verweilen Optionen, in ein solchermaßen komplexes System steuernd einzugreifen, und damit verbundene lauernde Gefahren, etwa bei verstopften Blutgefäßen, die eine Thrombose auslösen können.

Dieses Beispiel hebt etwas äußerst Wichtiges hervor: Um eine Metapher verstehen zu können, bedarf es eines Repertoires an gemeinsamen Vorkenntnissen, um die Bedeutung zumindest mit einem hohen Grad an Überlappung erfassen zu können. Eine Art Standardbedeutung muss geteilt werden. Dies ist unverzichtbar, weil andernfalls Anschlussfähigkeit nicht gegeben ist und die Personen von Unterschiedlichem ausgehen und auf Verschiedenes hinzielen. Wer keine Ahnung von Fußball hat, wird nicht verstehen, inwiefern Fußball eine Metapher für Komplexität ist oder sich der Chef einer Abteilung als Spielmacher bezeichnet.

Daraus folgt für die Praxis: Unkonventionalität einer Metapher ist kein Selbstzweck. Eine Metapher muss so konventionell und so originell sein, wie es für die Beteiligten und deren Ziel passt. Diese Passung entscheidet maßgeblich über den Wirkungsgrad der Metapher und damit über den des Leitbildes in der Praxis. Metaphern evozieren eine „ungefähre Ahnung“ und transportieren nicht eine festgezurrte Bedeutung, sondern öffnen einen Bedeutungsraum, der ausgeschritten wird, mit individuellen bzw. kollektiven Aspekten im Vorder- und Hintergrund.

Inzwischen kennen Sie wesentliche Facetten, die für metaphorische Konzeptualisierungen unabdingbar sind. (Für weitere Facetten und Differenzierungen vgl. Mahlmann, Metaphern). Der zusammenfassenden Darstellung unerlässlicher Fragestellungen folgt das konkrete Beispiel in der nächsten Ausgabe.

Prinzipielle Fragen in der Metaphernanalyse

Unmittelbar praktische Fragen:

  • Um welche Metaphern geht es? Welche sind aktuell in welchen Kontexten im Spiel und präformieren Wahrnehmen, Denken, Fühlen, Handeln? Zusätzlich zu Metaphern, die die gegenwärtige Situation beschreiben, werden Metaphern gewählt, die die Zielvision darstellen.
  • Wodurch, in welcher Weise wirken die gewählten Metaphern? Wohin richten sie unsere Wahrnehmung etc. aus? Was wird ein-, was ausgeblendet?
  • Was davon ist in welchen Kontexten für was hilfreich?
  • Braucht es Alternativen, weitere Metaphern (Metaphernpluralität) oder Übergangsmetaphern, um den Horizont zu verbreitern, den Zielzustand zu befördern, den Akteur in Bewegung zu setzen?

Zitierte und weiterführende Literatur

  • George Lakoff/Marc Johnson: Leben in Metaphern. Konstruktion und Gebrauch von Sprachbildern, Carl-Auer, Heidelberg 1998, 5. Auflage, 2007
  • George Lakoff/Elisabeth Wehling: Auf leisen Sohlen ins Gehirn. Politische Sprache und ihre heimliche Macht, Carl-Auer, Heidelberg 2009
  • Jörg Jost: Wann verstehen, wann interpretieren wir Metaphern? metaphorik.de 15/2008, S. 125-140
  • Katrin Kohl: Metapher, Metzler Verlag, Stuttgart, Weimar 2007 Gerhard Kurz: Metapher, Allegorie, Symbol. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1997, 6. Auflage, 2004
  • Werner Michl/Cornelia Schödlbauer et al. (Hsg.), Metaphern – Schnellstraßen, Saumpfade und Sackgassen des Lernens. Ziel Verlag, Augsburg 1999
  • Hüseyin Özdemir: Die Vision als Ausganspunkt für werteorientierte Unternehmensführung. In: OrganisationsEntwicklung 4, 2012, S. 4-10; Indizien: Untersuchungen von Collins & Porras: Langzeitbetrachtung über 60 Jahre
  • Maika Rawolle/Hugo M. Kehr: Lust auf Zukunft. In: OrganisationsEntwicklung 4, 2012, S. 12-17
  • Regina Mahlmann: Zauber des Bildes. Nutzen Sie die gestaltende Macht von Metaphern im Führungsalltag. In: Gesellschaft für Arbeitsmethodik, April 2009; Sprachbilder, Metaphern & Co. Einsatz von Bildern in Beratung, Coaching und Training. Beltz Verlag, Weinheim/Basel 2010
  • Wie Metaphern therapeutisch genutzt werden können. In: Abbas Schirmohammadi, Dr. Werner Weishaupt: Die große Welt der Psychotherapie. Mit Beiträgen namhafter Heilpraktiker/innen für Psychotherapie und Psychologischer Berater/innen Deutschlands. Shaker Media, 2014, Kap. 17

Dr. rer. soc. M.A. phil. Regina Mahlmann Dr. rer. soc. M.A. phil. Regina Mahlmann
Seit 1990 als Trainerin/Beraterin, Coach und Referentin tätig. Spektrum: Persönichkeitsentwicklung und Selfcoaching, Kommunikation/ Kooperation, Konfliktmanagement, Führung und Kultur in Organisationen. Philosophisch-psychologische Beraterin. Autorin zahlreicher Artikel und Bücher.
Dr. Regina Mahlmann, CoachingTraining-BeratungVorträgeGhostwriting
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