Buchbesprechungen

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2014-01-Buch2Das Buch ist eine Einladung. Eine Einladung, zu einer achtsamen Lebensgestaltung. Eine Einladung zu einer inneren Reise und Selbstbegegnung. Eine Einladung zu Dankbarkeit und Gelassenheit.

Es ist zugleich eine Einführung in die Lebenskunst der Achtsamkeit. Aber nicht nur optisch grenzt es sich von der Vielzahl der Achtsamkeitsliteratur ab – es ist quadratisch und sehr ästhetisch –, auch inhaltlich bekommen Leser mehr als Übungen, Historie und Hintergründe zu dem derzeit viel besprochenen Thema. Die beiden Autoren Cornelia Löhmer und Rüdiger Standhardt geben eine Fülle von Impulsen zur Selbstklärung und Standortbestimmung, pragmatisch, informativ, bildhaft und humorvoll. Ihre Anregung zu einem Timeout-Tagebuch ist besonders wertvoll für die unmittelbare Umsetzung zur persönlichen Innenschau im Alltag. Ein Fragenkatalog regt in jedem Kapitel dazu an, eine Pause einzulegen, innezuhalten, das Gelesene an sich selbst zu reflektieren und sich so immer wieder zu entschleunigen. Der Moment der Langsamkeit und Stille, ebenso wie die schriftliche Beschäftigung mit den Fragen, bringen mehr Klarheit über den eignen Weg und die individuellen Werte:

  • Wofür bin ich gegenwärtig in meinem Leben dankbar?
  • An welchen Menschen konnte ich wachsen?
  • Was ist das Wichtige in meinem Leben?
  • Wie stehe ich zu mir selbst?
  • Wie kann ich Selbstliebe und Selbstfürsorge in meinem Leben verankern?
  • Wie starte ich in den Tag, wie viel Zeit nehme ich mir zum Wachwerden?
  • Wie lerne ich, den Menschen und Dingen, die für mich bedeutsam sind, mehr Raum zu geben?...

Diese und viele weitere Fragen fordern auf zur Auszeit – Timeout. Der Begriff bedeutet dem Autorenduo aber mehr als eine kurze Auszeit. Assoziativ klingen Muße, Loslassen und Balance mit. Achtsamkeit sehen Löhmer und Standhardt als Schlüssel zu mehr Selbstbestimmung und Temporeduktion und daher als die geeignete Methode zur Prävention des Dauerbrenners- Burnout. Sobald wir unserem Tun mehr Aufmerksamkeit widmen als dem Ziel unseres Tuns, haben wir die Chance, alte Muster zu durchbrechen und das Leben in seiner Fülle zu spüren und zu genießen. Vom Tun-Modus in den Sein- Modus kommen, so lautet eine der zentralen Botschaften. Herzstück des Buches ist eine CD mit geführten Meditationen unterschiedlichster Art und Länge, die das Gelesene vertiefen und die Theorie unmittelbar mit der gelebten Achtsamkeitspraxis verbinden.

Die Autoren sprechen ihre Leser direkt an, wodurch das Buch eine große Nähe zum Leser aufbaut. Neben konkreten Fallbeispielen vereint es Erkenntnisse sämtlicher Lehren von Katie Byron, Robert Betz, Eckart Tolle oder Thich Nhat Hanh, deren wissenschaftliche Basis Ruth Cohn ebenso liefert wie Jon Kabat-Zinn oder Edmund Jacobson. Die Zitate-Sammlung zu Beginn eines jeden Kapitels bringt viele dieser Erkenntnisse auf den Punkt. Zum Beispiel das von Britta Hölzel: „Die Lebenskunst der Achtsamkeit ist die beste Burnout-Prophylaxe“.

Rezension: Ela Windels, Heilpraktikerin für Psychotherapie

Cornelia Löhmer, Rüdiger Standhardt: Timeout statt Burnout. Einübung in die Lebenskunst der Achtsamkeit, Klett Cotta, ISBN 978-3-6089-4729-8


2014-01-Buch3Achtsamkeit ist nicht nur ein wunderschönes Wort, es verbirgt sich dahinter eine überaus sinnvolle Verhaltensoption, wie man mit sich, seinen Emotionen, Kognitionen, Beweggründen und seinemKörperempfinden umgeht. Ein Leben auf Autopilot? Das passiert demjenigen weniger, der sich gezielt einem Achtsamkeitstraining unterzieht, wie die Autoren es beschreiben. Es ist ein Leitfaden für eine eigene Achtsamkeitspraxis, die man in acht Wochen erlernen kann und der mit konkreten Übungen anleitet, im täglichen Leben Stresserleben zu reduzieren oder sogar einem Burnout vorzubeugen.

Achtsamkeit ist keine Hexerei und hat nichts Mystisches an sich, wenngleich Ursprünge und Teilaspekte im Jahrtausende alten Buddhismus zu finden sind. Hierbei betonen die Autoren, dass, wer keinen oder nur schwer Zugang zu Meditationstechniken findet, doch vielleicht lieber andere aktivitätsbetonte oder künstlerische Wege zur Stress- und Burnout- Prävention einschlagen sollte.

Der Ansatz ist sehr interessant: „Durch die stärkere Zentrierung auf den gegenwärtigen Moment und das Betonen von Akzeptanz und Nichtbewerten können auch die oft mit vermehrter Selbstaufmerksamkeit einhergehenden dysfunktionalen und selbstschädigenden Vergleichsprozesse mit möglichen Idealwerten reduziert werden.“ Hierbei ist natürlich nicht die Förderung des duldsamen Schweigens gemeint, des kritiklosen Ertragens unhaltbarer Zustände, sondern das Überprüfen des Erlebten, Erfahrenen auf seinen tatsächlichen Gehalt. Es geht um das aus der Konzentration heraus wertfreie Benennen und Beobachten der Dinge, mit dem Ziel, nicht zu reagieren, wie es uns vielleicht der erste Impuls eingibt. Dieses ist lernbar, bedarf allerdings einiger Übung und ständigen „Dranbleibens“.

Um ein Meister der Gelassenheit zu werden, haben die Autoren einen Acht-Wochen-Kurs zum Selbstlernen grundlegender Achtsamkeitsfertigkeiten entwickelt. So banal die Übungen zum Teil erscheinen mögen, das muss einem erst einmal gelingen, sich z. B. 10 Minuten wertfrei auf seine Wahrnehmungen zu konzentrieren. Es sind dies 29 Lektionen, in denen dem Leser mit viel Geduld und sehr detailliert alle Übungsschritte vermittelt werden. Das geht von einfachen Atemübungen über die Übung von nicht wertender Beschreibung über meditative Einheiten, Elemente aus Yoga und körperliche Entspannungsübungen bis hin zur Anspannungs- und Ärgerreduktion. Besonders die Lektion „Achtsames Zuhören“ ist gerade für Menschen beratender und therapeutischer Berufen von zentraler Bedeutung. Nachdem man diese acht Wochen tatsächlich konsequent durchgehalten hat, ist es möglich, eine eigene Achtsamkeitspraxis erworben zu haben. Natürlich ist derjenige, der das aus verschiedenen Gründen nicht schafft, nicht im Nachteil, wenn er sich einen längeren Zeitraum für den Erwerb seiner eigenen Achtsamkeitspraxis nehmen will. Es ist ähnlich wie beim Sport: Aller Anfang ist schwer, aber irgendwann geht es kaum mehr ohne. Und selbst wenn man diesen ganzen Kurs nicht durchlaufen möchte, sind bereits einzelne Übungen wertvoll und machen Sinn. Allein die Lektüre dieses Buches bringt einem schon ein Stück weiter auf dem Weg zu einer gelasseneren Grundhaltung.

Die Autoren haben sich mit dem Zusammentragen der einzelnen Übungen und auch dem Kapitel über die weiterführende Achtsamkeitspraxis unendlich viel Mühe gegeben. Dabei ist dieses Buch nicht grundsätzlich leicht zu lesen. Wenn man seinen vollen Gehalt aufnehmen möchte, bedarf es hierzu schon einiger Achtsamkeit. Audiodateien und Arbeitsblätter zu den einzelnen Übungen kann man sich, wie so oft bei den Fachbüchern aus dem Beltz-Verlag, von der Seite des Verlages herunterladen.

Rezension: Heidi Kolboske, Heilpraktikerin für Psychotherapie

Gerhard Zarbock, Axel Ammann, Silka Ringer: Achtsamkeit für Psychotherapeuten und Berater, 240 Seiten, Beltz-Verlag, 2012, ISBN 978-3-6212-7942-0


2014-01-Buch4Dass ich auf dem deutschen Markt kein Buch zum Thema Schema-Coaching gefunden hatte, wunderte mich schon etwas. Immerhin gibt es inzwischen zahlreiche Veröffentlichungen zur Schema-Therapie, da war es wohl nur eine Frage der Zeit bis zum ersten Titel.

Mit Björn Migge greift es nun ein Autor auf, der in seiner jahrelangen Arbeit als Coach und Therapeut viele verschiedene Methoden, Verfahren und Therapieformen kennengelernt hat. Dieses differenzierte Wissen spannt einen spannenden Bogen über das Modell des Schema-Coachings.

Migge widmet einen erheblichen Teil seines Buches der Begriffsdefinition (Was ist Coaching? Was ist Psychotherapie? Was bedeutet integrativ?) und der Geschichte der Schematherapie. Lesern mit entsprechender Vorbildung in Coaching und Therapie geht es vielleicht wie mir: Etwas Geduld ist schon gefragt, bis die praktische Arbeit mit dem Schema-Coaching auf den Punkt kommt. Wenn man das Buch als Grundlagenwerk verstehen möchte, ist diese Einführung und Abgrenzung sicher sinnvoll.

Eine große Bedeutung des Buches liegt für mich in der Klarstellung, was Schemata in Coaching und Therapie überhaupt sind. Es geht eben nicht um das Sammelsurium unterschiedlicher Techniken, die irgendwie zusammengebastelt werden und etwas „Neues“ ergeben. Im Kapitel „Das Schemamodell“ geht Björn MIgge sehr detailliert darauf ein, wie Trigger, Schemata und Modi zusammenwirken. Um das zu verstehen, muss man nicht unbedingt Psychologie studiert haben. Wie ich es vom Autor und dem Beltz- Verlag gewohnt bin, ist das Fachbuch in einer gut verständlichen Sprache gehalten. Fachbegriffe werden separat oder im laufenden Text erklärt. Die Erklärung des Modells ist dann auch die Basis für die folgenden zwei Kapitel: Über einen Schema-Fragebogen erfolgt die Exploration maladaptiver Schemata. Das folgende Modusmodell erklärt die wahrnehmbaren Verhaltensäußerungen im Denken und Handeln. Erst in dem nun folgenden zweiten Teil des Buches schließen sich verschiedene therapeutische Schulen an, die den integrativen Ansatz des Schema-Coachings deutlich machen. Gestalttherapie, Hypnotherapie, Psychodrama, achtsamkeitsbasierte Therapie, kognitive Umstrukturierung der KVT.

Das Buch wird abgerundet von einem 15-Schritte-Ablauf-Plan für ein Schema-Coaching. Dieser greift auch die einzelnen Kapitel des Buches wieder auf und wirkt damit wie ein roter Faden oder eine Inhaltsangabe in Prozessfolge.

Björn MIgge ist es mit seinem Buch gelungen, mein Interesse für das Thema Schema-Coaching und -Therapie zu wecken. Seine zahlreichen Literaturempfehlungen am Ende der Kapitel bieten jede Menge Stoff zur Vertiefung. Auch die Online-Materialien ergänzen das Buch sehr sinnvoll.

Charmant finde ich verschiedene Anmerkungen des Autors, wenn er selbstkritisch mit sich umgeht: „Ich mische nun auch mit (zum Thema Schema-Coaching) und sollte lieber nicht weiter polemisieren …“, oder: „Ich selbst habe mich bis 2007 sehr kreativ mal des einen und des anderen Wortes bedient (Schule, Theorie, Methode etc.)“. Wer Björn Migge persönlich kennt, entdeckt hinter solchen Äußerungen auch seine einfühlende Ironie.

Bei einer Neuauflage hätte das Lektorat noch einiges zu tun. Im Buch sind jede Menge Rechtschreibfehler, Seitenverweise haben statt einer Zahl ein „n“ oder es tauchen falsche Seitenangaben auf. Dadurch wird die ansonsten gute Orientierung im Buch etwas erschwert.

Alles in allem: Ein ordentliches Werk von Björn Migge zum Thema Schema-Coaching, was den noch übersichtlichen Büchermarkt zum Thema sicher beleben wird.

Rezension: Horst Lempart, Psychologischer Berater

Björn Migge: Schema-Coaching, Einführung und Praxis: Grundlagen, Methoden, Fallbeispiele, 334 Seiten, Beltz-Verlag, ISBN 978-3-4073-6528-6


2014-01-Buch5Die Zeiten, in denen die Chakras (Lichträder) als etwas Esoterisches und Unwirkliches bezeichnet wurden, sind längst vorbei. Inzwischen hat die westliche Schulmedizin die alten indischen Überlieferungen aufgegriffen und nachgewiesen, dass die Chakras energetische Zentren sind, die in unserer Aura liegen. Ihnen entsprechen bestimmten Drüsen (Hypophyse, Epiphyse, Schilddrüse usw.). Jedem Chakra sind Akupunkturpunkte, Nervengeflechte, Hormondrüsen, Körperregionen, Emotionen und Gedankenmuster zugeordnet. Sind alle Chakras in Balance, geht es uns gut, wir fühlen uns kraftvoll und aktiv. Sie erfüllen also eine ordnende und harmonisierende Funktion für unseren Organismus. Und sie spielen für die Kommunikation „ohne Worte“, also auf der energetischen Ebene, eine herausragende Rolle.

Deshalb lohnt es sich, die Kraft und Ausstrahlung der Chakras zu stärken und eventuelle Blockaden immer wieder einmal zu lösen und zu bereinigen. Doch wie macht man das?

Hier hat unsere Kollegin, die Heilpraktikerin und Kinesiologin Sonja Kohn aus Sehnde (bei Hannover), eine wunderbare Idee umgesetzt: Ihre neue CD enthält, wie der Titel schon sagt, meditative Reisen zu den sieben Hauptchakras. Es sind zu jeweils spezifischen Musikklängen einfühlsame und belebende Minitrancen, die auf angenehme Art und Weise dabei unterstützen, energetische Blockaden zu lösen und den körpereigenen Energiefluss sowie das seelische Wohlbefinden zu fördern. Obwohl die Musik und das Arrangement entspannend wirken, schläft man während dieser Meditationen doch nicht ein, weil sie zugleich aktivieren. Eine weitere Superidee ist die zweite CD im Set: Zusätzlich zur 70-minütigen Chakra-Meditations-CD gibt es eine Bonus-Instrumental-CD, die sich hervorragend als Unterrichtsmaterial für Lernende und Lehrende eignet.

Hörproben und Bestellung dieser schönen CD: http://www.shaker-media.eu/de/content/bookshop/index.asp?ID=2&ISBN=978-3-95631-124-6

16,90 Euro sind für diese CD wahrlich nicht viel.

Rezension: Dr. Werner Weishaupt, Dozent und Heilpraktiker für Psychotherapie

Sonja Kohn: Meditative Reise durch die Chakras, 2er-CD-Set, shaker-media, ISBN 978-3-9563-1124-6


2014-01-Buch6Dörthe Huth gibt hier mit einem 6-Schritte- Programm die Möglichkeit, dem eigenen Glück entgegenzugehen, statt ihm im Weg zu stehen. In liebevoller Weise zeigt sie anhand von Tipps, Übungen, Tests und Experimenten, wie der Weg zum eigenen Glück möglich ist und so begangen werden kann, dass man sich nicht verausgabt und unvollendeter Dinge umkehrt, sondern auch ankommt! Checklisten und Protokollformulare sowie nützliche Hinweise und Anregungen helfen dabei.

Es ist ein Arbeitsbuch, das ohne Vorkenntnisse zu nutzen ist. Wer ernsthaft eine positive Veränderung in seinem Leben bewirken möchte, der sollte sich dafür Zeit nehmen. Es nützt nichts, das Buch einfach nur zu lesen. Dadurch werden jahrzehntelang eingeübte Denk- und Verhaltensmuster nicht geändert. Vielmehr ist die eigenen Arbeit, Offenheit sich selbst gegenüber und die Disziplin, diese Übungen bis zum Ende des Buches und darüber hinaus durchzuführen, eine wesentliche Voraussetzung dafür, dem Ziel näher zu kommen bzw. es zu erreichen.

Die Autorin weist sehr anschaulich auf Zusammenhänge und Lösungsmöglichkeiten hin. Sie empfiehlt dem Leser, Veränderungen in kleinen Schritten anzugehen: lieber erst eine Sache anzugehen, um sich nicht zu überfordern, und so schrittweise voranzukommen, um dann die nächste Sache in Angriff zu nehmen. Die Sprache ist gut verständlich, die Art und Weise nie schulmeisterlich oder überheblich. So wurde ein gut gegliedertes Arbeitsbuch mit Anweisungen in kurzen, mundgerechten Häppchen, in allgemein verständlicher Sprache verfasst. Man merkt, dass die Autorin weiß, wovon sie spricht. Es ist gut strukturiert, mit vielen Hinweisen, die helfen, auf dem Weg zu bleiben und ans Ziel zu kommen.

2014-01-Buch7Ebenfalls von Dörthe Huth ist das gleichnamige Buch in Spiralheftung, das sehr praktisch mit einem Magnetverschluss zu schließen ist und so die Seitenlänge schützt, sodass man es überall dabeihaben kann, und das außerdem als Aufsteller wie eine Art Wochenkalender fungiert.

Der Inhalt beider Bücher ist fast identisch. Bei dem Ringbuch ist das oben beschriebene Programm auf 52 Wochen verteilt, und ebenso viele ganzseitige Bilder mit einer Aussage wie z. B. „Der Atem des Lebens schenkt mir Hoffnung und Zuversicht“ begleiten einen durch die jeweilige Woche und unterstützen auf dem Weg des Loslassens, um so zum eigenen Glück zu finden. Es ist sehr ansprechend und übersichtlich gestaltet, einfach zu handhaben und mit zwei Handgriffen vom Buch in einen Auf-steller zu verwandeln, sodass das Wochenbild auch z. B. im Büro aufgestellt werden und einen so unterstützen kann. Der Außeneinband ist stabil und abwaschbar, die Farbgestaltung lebensfroh bunt und ansprechend, und beide Bücher sind unabhängig voneinander les- und anwendbar. Wenn man mit dem ersten Buch angefangen hat, so ist dieses Ringbuch eine wunderbare, empfehlenswerte Ergänzung, um das Programm durchzuführen. Und dazu muss man nicht auf Silvester warten, das Jahr der Veränderung kann jederzeit beginnen!

Rezension: Angela Straube

Dörthe Huth: Lass los und werde glücklich, südwest Verlag, ISBN 978-3-5170-8570-8


2014-01-Buch8Das Lehrvideo „Hypnose und Kinesiologie, eine optimale Kombinationstherapie“ ist von Anfang an in Gesprächsform gehalten, was mir gut gefällt. Die beiden Referenten unterhalten sich in Frage- und Antwortform, das macht es dem Zuschauer und Lernenden leicht, dem Thema zu folgen. Wirkt die Gesprächsform im ersten Moment noch ein wenig künstlich, erweist sich das Frage-Antwort-Spiel schnell als gut funktionierende Strukturierungsmethode. Außerdem hatte ich schon bald den Eindruck, dass die Referenten meine Fragen gehört und erörtert haben. Können die beiden Gedanken lesen?

Die Verknüpfung von Hypnose und Kinesiologie erfolgt auf der Basis Lösungsorientierter Gesprächsführung: Nicht das Problem ist interessant, sondern die Ressourcen, die Lösungsmöglichkeiten, über die ein Mensch verfügt. Anstatt sich mit Problemen herumzuschlagen, sucht man Lösungen und lässt sich auf sie ein.

Die systematische Aufbereitung des Themas ist umfassend, und es ist ohne Weiteres möglich, während des Anschauens mitzuschreiben. Dabei erfahre ich deutlich mehr, als ich zunächst von einem Lehrvideo erwartet habe. Die Zwischentitel strukturieren das Thema und machen es plausibel und überzeugend. Auf diese Weise lerne ich auf nachvollziehbare und verständliche Weise eine ungewöhnliche Kombination von therapeutischen Möglichkeiten kennen.

Es gibt viele praktische Demonstrationen der beiden Referenten, die die Effekte sowohl der testenden wie auch der therapeutischen Arbeit verdeutlichen. Sie laden den Betrachter quasi ein gleich mitzumachen.

Ein roter Faden zieht sich durch das Video: Ein konkreter Fall wird vorgestellt; die weitere Entwicklung macht auf plastische Weise deutlich, wie diese Methode angewendet wird. Und auch wenn es um einen konkreten Fall geht, an dem die Methode vorgestellt wird, wird doch deutlich, dass es möglich ist, die Arbeitsweise auf Video aufzuzeichnen, ohne dass Grenzen der Scham oder Intimität verletzt werden. Es wird nahezu ausschließlich mit dem Unbewussten kommuniziert. Die Methode wird dem Zuschauer einladend angeboten.

Quasi nebenbei bekomme ich noch die Möglichkeit, mir bekannte und scheinbar unveränderliche psychologische und psychotherapeutische Konzepte zu überprüfen und mit der Erfahrung der eigenen therapeutischen Arbeit abzugleichen. Ich bin von der Methode überzeugt worden. Die Darstellung ist umfassend, überprüfbar und verständlich.

Das Lehrvideo ist gut verständlich, informativ und durch Beispiele aus dem erlebten therapeutischen Alltag gut nachvollziehbar. So hat nicht nur der angehende Heilpraktiker für Psychotherapie oder Psychologische Berater einen Gewinn, sondern auch der praktizierende oder erfahrene Kollege. Die Sprache ist deutlich, verständlich und hat das richtige Tempo.

Rezension: Thomas Schnura, Heilpraktiker, Psychologe M. A.

Lehrvideo: Hypnose und Kinesiologie, eine optimale Kombinationstherapie, Melanie und Werner Weishaupt, ISBN 3-9390-7256-7