Entspannungstraining – Prophylaxe und sinnvollste Nebenbeschäftigung der Welt

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Es ist wieder einmal so weit. Sie ist kurz vorm Durchdrehen, würde am liebsten sofort alles hinschmeißen und könnte gleichzeitig lauthals schreien.

fotolia©ArToStress – ein viel beschriebenes und viel beschimpftes Wort. Etwas, das so klar und einfach zu definieren ist, dessen Wirkung in negativer Hinsicht aber fatale Folgen haben kann – bis hin zum Burnout.

Wer Burnout am eigenen Leib erfahren hat, der weiß, wie schwer es ist, die Reißleine zu ziehen und sich Stück für Stück wieder ins Leben zurückzukämpfen. Und es ist teilweise ein verdammt harter Kampf, um zu überleben.

Damit es erst gar nicht so weit kommt, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten der Vorsorge. Neben Sport, Gesprächen mit Freunden oder der Familie, dem Frönen eines Hobbys, der Hingabe an die Natur, dem Glauben u. v. m. bietet das Entspannungstraining etliche Anhaltspunkte, die uns helfen, mit Freude uns und unserem Körper Gutes zu tun.

Dabei ist „Training“ nicht gleichzusetzen mit „hartem Trainieren“, sondern verläuft angenehm, entspannend, ausgleichend, motivierend, energiesteigernd, das eigene Gleichgewicht findend.

Hier nun Auszüge aus dem Entspannungstraining, in dem jeder das für sich Ideale findet – zum sofortigen Beginn wird geraten.

Starten wir mit den klassischen Methoden

Autogenes Training: Ruhe, Schweregefühl und Wärme stellen sich ein. Der Körper bekommt die Chance, vollkommen herunterzufahren, und der Mensch fühlt sich wieder als Einheit.

Progressive Muskelrelaxation: Geeignet für alle, die eher Schwierigkeiten mit dem „raschen Abschalten“ haben. Muskeln werden angespannt und wieder entspannt. Es ist wie ein Geben und Nehmen. Im Wahrnehmen des Unterschiedes kommt eine tiefe Ruhe zur Wirkung.

Fantasiereisen: Bilder wie im Traum – wirklichkeitsnah – geführt durch eine Welt des Seins. Suggestionen führen zur Auflösung von Blockaden und fördern das Loslassen.

Alternative Entspannungsverfahren

Yoga: Hier geht es nicht um ein „volles Programm“, sondern um wesentliche Elemente des Atems (Pranayama) und der Haltungen (Asanas). Innere Einkehr gleicht aus und beeinflusst unser Verhalten nach innen und außen positiv.

Atemübungen nach Ilse Middendorf: Diese Atemübungen haben therapeutische Wirkung und eignen sich besonders für Menschen und Senioren in der Rekonvaleszenz. Einfache Gymnastik kombiniert mit dem Fluss des Atems führt zu größerer physischer und psychischer Gesundheit, Kreativität und fördert die Persönlichkeitsentwicklung.

Mudras: Hand- und Körperhaltungen erleichtern die Verbindung von Körper und Geist. Die Hände stehen in engem Kontakt zum Gehirn; jede Bewegung der Finger regt die Gehirnaktivität in hohem Maße an.

Qi-Gong: Arbeit an der Lebenskraft. Die emotionale Verfassung wird mit dieser Methode ausgeglichen, indem die körperlichen und mentalen Kräfte gestärkt und harmonisiert werden. Die Übungen, die gleichermaßen einfach, wie fließend vonstattengehen, werden mit einem inneren Lächeln ausgeführt.

Jin Shin Jyutsu: Mit den Händen die Lebensenergie strömen lassen. Jin Shin Jyutsu (Dschin Schin Dschiutsu) – alles, was der Mensch für ein harmonisches Leben und zum Glücklichsein braucht, liegt in ihm selbst.

Kinesiologie: Über den traditionellen Muskeltest hinaus ist die Kinesiologie sehr viel mehr. Gedanken, Gefühle und Erinnerungen setzen sich in unseren Gehirnzellen fest. Um Störungen auszugleichen, stehen uns effektive Übungen zur Verfügung. Die Kommunikation beider Gehirnhälften ist hierfür die Basis. So ist man in der Lage, Stress aufzulösen und zu einem entspannten, effektiven Denken zu gelangen.

Körpersprache: Wenn klar ist, wie welche Signale von unserem Körper über das nonverbale Verhalten gedeutet werden, fällt es uns leichter, uns entsprechend zu spiegeln und zu verändern. Auch hierüber kann Stress reduziert werden, z. B. wenn wir in wichtige Gespräche gehen. Das Wissen über uns erleichtert das Verstehen anderer.

Work-Life-Balance: Um mehr zu wissen über die eigenen Lebensziele sowie Impulse für die Lebensplanung, ist Work-Life-Balance das passende Instrument. Hierbei lernt man sich und seine persönlichen Werte kennen.

fotolia©ArToLangfristiger Erfolg ist ein wesentliches Kennzeichen. Man wird in die Lage versetzt, Berufs- und Privatleben in ein ausgewogenes Verhältnis zueinander zu bringen. Ein breites Feld der Selbst-Erkenntnis bringt innere Sicherheit und dadurch Entspannung.

Zurück zum Ausgangspunkt

Die eingangs beschriebene Dame hat somit in einem breiten Spektrum die Möglichkeit, für sich geeignete Strategien zu entwickeln, die sie – bei regelmäßiger Übung – innerhalb kürzester Zeit (oftmals sogar sofort) in einen entspannten Zustand versetzen kann.

Egal ob Manager, Sportbegeisterter, Hausfrau, Senior, unabhängig von Alter und Status – wir alle sind den Alltagsroutinen und -sorgen ausgesetzt, die uns immer wieder sehr viel Kraft kosten.

Mit wenig Aufwand können Sie ein Maximum für sich selbst, für Ihren Körper, für Ihren ganz persönlichen Ausgleich tun.

Die Lösung: Entspannungstraining

Claudia Pest Claudia Pest
Praxis für Psychologische Beratung und Entspannungstraining
Haidstraße 19 D, 63741 Aschaffenburg
www.beraten-und-entspannen.com