Omnia und die Hüfte – das Pendeln zwischen den Welten und die Geburt der Gefühle

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2012-01-Omnia2„Das Leben selbst ist es, das dem Menschen Fragen stellt.
Er (der Mensch) hat nicht zu fragen,
er ist vielmehr der vom Leben her Befragte,
der dem Leben zu antworten –
das Leben zu ver-antworten hat.
Die Antworten aber, die der Mensch gibt,
können nur konkrete Antworten
auf konkrete ‚Lebensfragen’ sein.“
Viktor E. Frankl (1905 -1997)

Fallstudie

Das Ziel einer psychologischen Beratung ist für mich, Menschen bei der Bewusstwerdung ihrer störenden Begrenzungen und Beziehungen, die sie Probleme nennen, zu helfen und den Prozess der persönlichen Entwicklung zu unterstützen. In dem folgenden Fall bat mich eine Mutter um Hilfe für ihr Kind.

Omnia ist das Kind einer deutschen Mutter und eines ägyptischen Vaters, sie ist siebeneinhalb Jahre alt und besucht die 2. Klasse der Deutschen Schule in Hurghada. Omnia hat ein stabiles Zuhause, eine gute Anbindung an beide elterlichen Kulturen.

2012-01-Omnia3Sie leidet unter schweren Kopfschmerzen schon seit sie zwei Jahre alt ist. Erst als Sechsjährige hat ein Kinderarzt mit ostheopathischer Ausbildung den Zusammenhang ihrer Kopfschmerzen und der Schiefstellung der rechten Hüftkapsel erkannt. Omnia ging daraufhin in ihren Ferien in Deutschland zu cranio-sakralen Behandlungen. Omnias schwere Geburt war für sie selbst als auch für ihre Mutter traumatisierend. Drei Monate nach ihrer Geburt konnten eine Schädel- wie Hüftkapselschiefstellung beobachtet werden. „Meine Tochter war schief, der Schädel war wie ‚abgeknickt’ nach innen versetzt“, beschreibt die Mutter.

Omnia leidet unter sehr starken Kopfschmerzen, die attackenartig – jedoch ohne Anzeichen von Übelkeit und erkennbaren Auslösern – auf sie hereinbrechen. Die Mutter kommt zu mir, um eine energetische Behandlung der Tochter fortzusetzen, bis sie an ihrem Wohnort Hurghada einen Cranio- Sakral-Therapeuten gefunden hat.

Omnia hat keine Schmerzen in den Füßen, ihre Symptome sind: Hibbeligkeit (sehr starker Bewegungsdrang), Konzentrationsschwäche und starke Kopfschmerzen in hoher Häufigkeit (wöchentlich).

Ich frage das Mädchen nur nach der Häufigkeit und Schwere der Kopfschmerzen. Sie lernt, den Schmerz auf einer Skala zu bewerten und ihn beim nächsten Mal zu beobachten. Ich erkläre Omnia, dass ich meine Hände an bestimmte Stellen auf ihren Körper legen werde, manchmal aber auch nicht. Omnia ist Behandlungen bereits gewöhnt und willigt ein. Ich bitte sie, mir ihre Empfindungen zu beschreiben und darauf zu achten, was in ihrem Körper genau passiert.

Zum Kennenlernen von Vibration und Körperempfindung gebrauche ich zwei Klangschalen, die mit ihren Tönen auf den Solarplexus und dem Kehlchakra resonieren. Die größere Klangschale lege ich unter das Wurzelchakra, auf das Sakralchraka und den Solarplexus. Beim Erklingen des Tones reagiert sie sehr stark, wenn die Klangschale auf ihrem Sakralchakra liegt, sie spürt ein Kribbeln und Wellen und lacht erleichtert. Mit der kleinen Klangschale arbeite ich an der Kehle und im Kopfbereich, Omnia hat kribbelnde Wahrnehmungen, die sie aber eher anspannen und ihre Aufmerksamkeit erhöhen.

Omnia fällt es schwer, ruhig auf dem Behandlungstisch zu liegen. Sie hat Schwierigkeiten, auf Dinge der Umgebung zu fokussieren und gleitet mit den Gedanken in Hörspiele und Geschichten ab, die sie mir während der Behandlung erzählt. Die Überaktivität des Stirnchakras, die ich vermute, wird sich im Laufe der energetischen Behandlung noch bestätigen.

Ich behandle Omnia 30 Minuten lang, erfühle ihr gesamtes Energiefeld und die Chakren, insbesondere die Beziehungen der Chakren untereinander. Meine Ergebnisse bespreche ich ausführlich mit der Mutter, denn sie ist verantwortlich für den Prozess ihres Kindes.

Energetisches Erscheinungsbild Omnia, 1. Sitzung

fotolia©William BurnettDie linke Körperseite korrespondierend mit der rechten Gehirnhemisphäre ist energetisch stark unterversorgt. Gleichzeit gibt es einen starken Energieausstrom über die rechte Körperseite, der mit dem ebenfalls starken Energieverlust der exzessiven Chakren 2 (Sakral) und 3 (Solarplexus) zusammenhängt. Die Überaktivität des Stirnchakras ist der Kompensationsversuch von Omnias Körper, den Verlust der unteren, erdenden Chakren auszugleichen und ist als Ursache der rechtsseitigen Verspannung und starken Kopfschmerzen anzunehmen. Die rechte Stirn und Schädelseite haben massiven strahlenförmigen Energieverlust und es bildet sich ein konvulsierendes „Krampffeld“ – typisch bei starken Schmerzen, wenn Energie in einer Blockade als Schutz vor zu viel Abfließen gehalten wird, somit aber auch kaum Energie aufgenommen werden kann und sich das Chakra in einem chronisch unterversorgten Zustand befindet.

Die Aktivität der linken Hemnisphäre ist höher als die der rechten: Zugang zu Logik, differenziertem Denken, Fehlererkennung hoch, Zugang zum Selbstsystem (Gefühle und Identitätsrepräsentation) weniger zugänglich. Gedankenflut, mangelnde Konzentration, „Hibbeligkeit“, starker Bewegungsdrang sind beobachtbare Folgen und energetische Bestätigung für die berichteten Symptome.

Die genaue Chakrenanlyse ergibt folgende Beobachtungen:

Chakra 1 (Wurzel)

• verringerte Aktivität (Defizienz), wenig Erdung, Kontakt zur Körperebene eingeschränkt bzw. über Emotionen weniger zugänglich

• Ruhelosigkeit mit darauffolgender Ermüdung, mangelnde Konzentration, mangelndes Sich-Einlassen, mangelndes Vertrauen sind seelisch-körperliche Folgen

Im Wurzelchakra manifestiert sich Omnias Geburtstrauma, sich auf und in dieser Welt nicht sicher zu fühlen.

Aufgabe:

2012-01-Omnia5• auf Proteine bei Ernährung achten (mehr Fleisch essen! Omnias Mutter ist Vegetarierin und hat nicht besonders auf eine proteinreiche Ernährung geachtet)

• Übungen zur Erdung, Körperübungen, die das Gleichgewicht beider Hirnhälften stabilisieren (Yogaübungen, auf einem Bein die Balance halten)

• eigene Grenzen zu behaupten lernen

• Wie kann Omnia die Welt erspüren lernen und weniger „ersehen“ (über ihre Logik erfassen)?

Chakra 2 (Sakral)

• Das Chakra ist weit aufgerissen und verliert so Energie. Die dadurch bedingte Chakravergrößerung dehnt sich auf den gesamten Unterleib aus. Energie entweicht auch am Ausgang (Rücken). Wahrscheinliche seelisch- psychische Folgen sind emotionale Unsensibilität oder Gefühllosigkeit, Probleme, Nähe und damit persönliche Bedeutung/Abhängigkeit und Bindung zuzulassen. Das Sakralchakra reguliert und speichert frühe Erfahrung von Bindung und die Ausbildung der Fähigkeit, zu fühlen, Sinneseindrücke als Körpererfahrungen zu verarbeiten und diesen Erfahrungen zu vertrauen. Es reguliert Bewegung und die Anerkennung eigener Bedürfnisse. Im Sakralchakra wird die emotionale Identität des Menschen geboren. Es entwickelt sich im Alter von sechs Monaten bis zwei Jahren.

Die Mutter berichtet mir auf Nachfrage, dass das Kind Verletzungen kaum als körperlichen Schmerz spürt. Sie beobachtet eine blutende Wunde neutral, hat aber ein niedriges Schmerzempfinden oder emotionalen Ausdruck. Sie hat keinen Bezug zur Wertigkeit von Geld/Objekten, wenn sie Gegenstände verliert, zeigt sie keine Reaktion.

Sie „bindet“ sich nicht an Objekte, auch wenn sie wertvoll sind, auch nicht an Geschenke von ideellem Wert, mit denen sie gerne gespielt hat). So verliert Omnia in unregelmäßigen Abständen Wertgegenstände und Spielzeuge. Sie ist sehr unachtsam.

Aufgabe:

• sich einlassen, Kontakt zur Gefühlswelt herstellen, zur eigenen wie zur Gefühlswelt anderer, spüren und nicht denken, Beziehungen/ Bindungen zulassen

Die Mutter ist hier der Schlüssel, um Gefühle zu erklären, die Mimik der Tochter zu beobachten und verbal zu spiegeln und insbesondere auch Wut als Abgrenzungsgefühl der eigenen Identität und des eigenen Willens zuzulassen, wie auch andere starke Emotionen, z. B. Trauer auf Herzebene.

Die Mutter berichtet: Omnia hatte keine Trotzphase! Sie muss diese Phase der Kindheit nachholen, um die daraus wichtigen Erfahrungen zu lernen (Kontakt zum Selbstsystem herzustellen und Integrität zu erfühlen). Omnia muss lernen, wie sie Beziehungen eingehen und trotzdem ihre eigenen Grenzen wahren kann.

Chakra 3 (Solarplexus)

• aufgerissen, hoher Energieverlust, insbesondere Rückenbereich (wie Chakra 2)

Der Solarplexus reguliert Selbstwertgefühl, Identitätsfindung (Ich-Identität) und alle motivationalen Aspekte (Absicht und Wille). Es entwickelt sich ab ca. dem Alter von 18 Monaten bis vier Jahre. Wenn dieses Chakra zu exzessiv und unkontrolliert Energie verliert, können Unruhe (Hyperaktivität) und das Gefühl des Kontrollverlustes sowie ein verringertes Selbstwertgefühl entstehen.

Die eigenen Handlungen können nicht vollständig kontrolliert/zu Ende geführt werden. Ergebnisse eigener Handlungen und somit das Gefühl von Selbstwirksamkeit sind eingeschränkt verfügbar. Es kann zur Folge haben, dass sich Menschen mit anderen überidentifizieren anstatt ein individuelles Verhaltensbewusstsein und Erkennen der eigenen Autonomie zu entwickeln.

In der Entwicklung des Solarplexus lernt das Kind, eigene Impulse zu erkennen und sie auszuagieren oder zu kontrollieren. Der Solarplexus ist mit der Sprachentwicklung verknüpft und korrespondiert somit mit dem Kehlchakra (Selbst-Ausdruck).

Omnias Mutter beschreibt mir, dass sie sofort erkennen kann, mit wem Omnia am Tag Kontakt hatte. Omnia verändert ihre Stimmlage und Ausdrucksform chamäleonartig je nachdem, mit wem sie über längere Zeit gespielt hat. Insbesondere kann sie Sprache und Sprachmelodien perfekt nachahmen. Die Mutter erkennt das andere Kind in ihrem Kind, die Identitätsgrenzen verwischen.

Aufgabe:

Den Kontakt zum eigenen Willen, den eigenen Leidenschaften herstellen. Der Solarplexus beinhaltet das Feuer-Element: Disziplin und Gewohnheit müssen mit Risikobereitschaft und Offenheit für Neues ins Gleichgewicht gebracht werden. Konzentrations- und Achtsamkeitsübungen helfen, Absichten zu bilden und den Willen zu stärken. Omnia kann lernen, sich selbst folgende Fragen zu beantworten:

• Was willst du? Wie tust du es? Bist du zufrieden mit dem Ergebnis?

• Zugang zur eigenen Wut/Aggression entdecken (hier ist insbesondere die Mutter gefordert, jede Gefühlsäußerung als positiv im Sinne von Omnias Entwicklung zu erkennen und zu reflektieren, mit Omnia bewusst werden zu lassen und zu fördern. Omnia muss sozusagen mit siebeneinhalb Jahren ihre „vergessene“, durch die körperliche „Schieflage“ nicht vollzogene frühkindliche emotionale Entwicklung von ca. zwei bis vier Jahren nachholen

• sich neue Dinge trauen, sich Konfrontationen stellen

• viel Wasser trinken, evtl. kalt bei zu viel Unruhe

Chakra 4 (Herz)

• Die Energie des Herzchakras ist defizient. Das Chakra ist verkleinert, es hat kaum Öffnung und somit verringerten Austausch von Innen- und Außenwelt. Diese energetische Formation weist auf einen emotionalen Rückzug hin, insbesondere wenn emotionale Konflikte entstehen und nicht gelöst werden können.

• Das Chakra kompensiert den Energieverlust, der durch die unteren Chakren enstanden ist. Seelisch-psychische Folgen können Einschränkungen im Mitgefühl, das Gefühl von Abgelehntsein im emotionalen (Hypothese: im transgenerationalen!) Muster hervorrufen. Die seelische Dimension korrespondiert mit Geburtstrauma (nicht unbeschadet auf die Welt gekommen zu sein, nicht gewollt zu sein). In Nachgespräch bestätigt die Mutter sowohl auf ihrer Seite wie auf der des Vaters dieses emotionale Familienmuster.

Aufgabe:

• sich aktiv in Bezug/in Beziehung setzen zur Umgebung, zu Menschen, Dingen; Empathie üben

• besonders beachten: was wird als Ablehnung erlebt, was wirkt verstärkend, um sich zu öffnen, und: ich darf mir aussuchen, was mir guttut und mich fernhalten von dem, was ich nicht mag

• Atemübungen öffnen das Herzchakra

Chakra 5 (Kehle)

• Der Energiefluss des Kehlchakras ist verringert und wird energetisch (in sich zusammenziehende Energiewirbel) im Chakra festgehalten. Es ist dementsprechend anatomisch verkleinert. Der persönliche Ausdruck erfährt eine Hemmung, Gefühle wie Gedanken können sich nicht ordnen und mit der Umwelt wie mit sich selbst kommuniziert werden

Aufgabe:

• Selbstausdruck zulassen und intensivieren, dabei keine Wertungen oder Beurteilungen (die Individualitat des Menschen ist frei) Gehörtes materialisieren lassen durch Malen, Schreiben, Formen (verbindet die Energie der oberen Chakren mit den unteren Chakren und erdet), Gefühlswelt entdecken, bewusst werden und aufarbeiten lassen, Gespräche über emotionale Themen (die Omnia bewegen) führen

Chakra 6 (Stirn)

• Das Stirnchakra ist exzessiv aufgerissen. Die Energie des Hinterkopfes ist geschwächt, weil sie kompensatorisch für den hohen Energieverlust ins 3. Auge gelenkt wird. Die Energie wird dort aber nicht gehalten, sondern strömt unablässig aus dem Körper. Konzentrationsmangel durch gedankliche Überlastung ist eine Folge.

Das Stirnchakra ist der Symptomträger bei Omnia (starke Kopfschmerzen) durch den dysfunktionalen Kompensationsversuch der unausgeglichenen Hirnhälften wie unverbundenen Emotionsebenen zum Herz- bzw. Ausdruckschakra (Kehle).

• Das Stirnchakra entwickelt sich zu schnell und nicht altersgemäß. Omnias System versucht die Gefühlsebene zu verarbeiten, bevor sozusagen „Gefühle“ im Sinne von Störungsgefühlen entstehen. Daraus ergibt sich Omnias Unsicherheit in Beziehungen zu Freundinnen im Speziellen. Sie kann weder sich (Identitätsmangel) noch die Beziehungsebene (Kommunikationsmangel) ausdrücken und erlebt ihre Gefühle von Ablehnung bei Konflikten mit Freundinnen als persönliche Isolation. Informationen können nicht vollständig ins Selbst (Fühlsystem) integriert werden, weil Ominia für komplexe Reflektionsprozesse noch viel zu jung ist.

Kurzum: Weil Omnia ihre Gefühle nicht analysieren und auf höherer Bewusstseinsebene verarbeiten kann, entladen sich die ungelösten Konflikte als Kopfschmerz, eindeutig an rechter Stirn/Schädelseite lokalisierbar.

• Weitere Folgeerscheinungen: Stress wird wahrgenommen, Konzentrationsschwierigkeiten, die Körperebene schafft die Energiekompensation durch geburtliche Vorbelastung und Energiemangel Chakra 2/3 nicht, Konsequenz ist hyperaktives Verhalten mit folgender Müdigkeit. Die Mutter berichtet, dass Omnia insbsondere dann, wenn sie sich gestritten hat oder in Konfliktsituationen ist, hyperaktiv oder hibbelig verhält, d. h. sehr lange körperlich überanstrengt reagiert, sprichwortlich mit den Gefühlen wegrennt.

Aufgabe:

Denken und Fühlen, Wahrnehmung und Ausdruck synchronisieren z. B.Musik malen, nicht nur hören, alle Sinne einbeziehen, um neue Erfahrungen zu ermöglichen.

• aus dem Kopf in die fühlbare Welt holen, „erden“ (Wurzelchakra) und fühlen (haptisch, Herzchakra)

• Meditation, Gesichtsfeldübungen, Braingym- Übungen und Visualisierungen (Stirnchakra regulieren).

Ich habe in der ersten Sitzung eine Erdungs-Visualisation mit Omnia gemacht. Sie konnte innere Bilder nicht lange visualisieren und ist aus der leichten Meditation immer wieder ausgestiegen. Ich habe diese Übung zum ‚Üben’ mit nach Hause gegeben. Omnia sollte sich mit dem Thema ‚Baum’ beschäftigen, dessen Wurzeln tief in die Erde wachsen und sich dieses Bild zur Verankerung von Stabilität und Sicherheit immer vorstellen.

Chakra 7 (Krone)

• klare Aktivität

Familiensystemischer Hinweis für die Mutter

Omnia hat unterschiedliche Augengrößen, die Unausgeglichenheit der Hirnhälften hat sich bereit physisch manifestiert. Diese Unausgeglichenheit kann familiendynamisch eine unausgewogene Gewichtung der elterlichen Anteile bedeuten und kann die Eltern zum Nachdenken anregen, welches „geistige Erbe“ im Sinne von Fähigkeiten und eigenen Charakteranteilen sie dem Kind übertragen wollen bzw. zurückhalten. Sind die Kräfte beider Eltern ausgeglichen?

Welche ererbten Anteile haben die Eltern selbst? Gibt es von Großmutter/Vaterseite eine Ablehnung der Eltern? Was verhindert (noch), dass Omnia sich in der Welt zurechtfindet und lernt, zu fühlen?

Wie gehen die Eltern mit emotionalen Konflikten um, die das Kind erlebt (insbesondere Ablehnungsgefühle durch Freunde etc.)?

Das rechte Auge wird der Vater-Seite, das linke der Mutter-Seite zugeordnet.

Omnia wurde über ca. zwei Monate begleitend zu meiner energetischen Therapie von einer Osteopathin/Cranio-Sakral-Therapeutin behandelt, die nach wenigen Behandlungen eine vollständige Ausgeglichenheit auf organischer Ebene beschrieb. Die emotionalen Schwankungen wie Kopfschmerzen werden abgemildert, halten jedoch an. Omnias Energiefeld hat sich schon nach drei Sitzungen erheblich verbessert, Kehl- und Herzchakra konnten ausgeglichen werden. Omnia pendelt allerdings zwischen dem Aufreißen der Sakral-/Solarplexussebene (dann verkrampfen sich die oberen Chakren um die Energie im System zu halten und führen zu Kopfschmerzen) und dem zeitweise normalen anatomischen Zustand der unteren Chakren, die die Entspannung der oberen erlaubt.

Omnia hat nach dem ersten Monat (dritte Behandlung) einen Tobsuchtsanfall bekommen, mit Gegenständen geworfen (zur Freude der Mutter!) und Kontakt zu ihrem Gefühlsleben bekommen. Natürlich auch Kontakt zu ihrer Trauer und dem Gefühl der Ablehnung, das sich in dem Erleben von Konflikten mit Freunden äußerte. Omnia hat gelernt, ihre Gefühle zu besprechen und auszudrücken, das Schmerzempfinden hat sich eingestellt. So wie die Hüfte das sinnbildliche Ausbalancieren zweier Kräfte und die Suche nach Stabilität im Irdischen bedeutet, „pendelt“ sie immer noch zwischen ihren Gefühlen und dem Versuch der intellektuellen Berarbeitung. Besonders wenn sie sich verletzt fühlt, ensteht erneuter Kopfschmerz. Omnia begreift, dass der Kopfschmerz etwas mit ihren Gefühlen zu tun hat und im Moment noch zu ihr gehört. Omnias Mutter unterstützt das innere, emotionale Wachstum ihres Kindes mit Freude und in bewusster Achtsamkeit, in großer Offenheit für die körperlichen wie seelischen Bedeutungszusammenhänge der Symptome ihres Kindes. Deshalb erleben beide schnelle und nachhaltige Erfolge. Die Mutter ist die eigentliche Therapeutin für Omnia. Sie verhilft ihr zu ihrer zweiten Geburt.

Omnias Mutter hat einige Monate später eine Reiki-Ausbildung bei mir absoviert und behandelt ihre Tochter nun selbst. Sie begleitet nicht nur das persönliche Wachstum ihrer Tochter, sondern hat sich zum eigenen Mit-Wachsen entschieden.

Birgit BaumannBirgit Baumann
arbeitet seit 2003 als Psychologische Beraterin und energetische Therapeutin am Roten Meer in Hurghada, Ägypten. Neben ihrer Beratertätigkeit unterrichtet sie an der Deutschen Schule Hurghada Kunst, Ethik und Theater. Sie entwickelt kontinuierlich ihre eigenen künstlerischen Arbeiten.
www.spiritandarts.de
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