Anke kann wieder laufen!

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Fallstudie: Psychosomatische Kinesiologie®

fotolia©Piotr MarcinskiIch arbeite seit fast drei Monaten als Heilpraktikerin für Psychotherapie, mit Schwerpunkt Psychosomatische Kinesiologie®, in meiner eigenen Praxis. Um einmal zu verdeutlichen, wie erfolgreich der Einsatz dieser Methode ist, möchte ich einen Fall schildern, der auch bei mir eine Gänsehaut verursachte.

Am 4. Oktober 2011 stand plötzlich ein junges, blondes Mädchen mit ihrer Freundin in meiner Praxis. Sie erzählte mir kurz, dass sie von ihrer Hausärztin geschickt wurde, weil diese sich keinen Rat mehr wüsste. Da ich noch mit einer anderen Klientin beschäftigt war, bat ich sie, noch einen Moment Platz zu nehmen.

Im anschließenden Vorgespräch saß mir eine 21-jährige Frau mit ziemlich verunsicherten Augen und verzweifeltem Gesichtsausdruck gegenüber. Sie erzählte mir, dass sie am 18. Juli nach der Mittagspause plötzlich „zusammengebrochen“ sei und seitdem nicht mehr richtig laufen könne. Ich ließ sie daraufhin kurz in meiner Praxis hin- und herlaufen. Es zeigte sich eine merkwürdige, sehr auffällige Gangstörung. Anke P. – wie ich sie nenne – erzählte weiterhin, dass sie vom 15. bis 30. September stationär in einer neurologischen Klinik lag und dort durchdiagnostiziert wurde: ohne Ergebnis! Sie hätte lediglich Vitamine bekommen. „Ich habe das Gefühl, man will mir den Eindruck vermitteln, dass ich verrückt bin“, sagte sie traurig.

fotolia©Piotr MarcinskiIm weiteren Gespräch gab Anke an, sie sei ein Einzelkind und wohne noch bei ihren Eltern, die sie als sehr übervorsorglich beschrieb, was sie furchtbar nervt. Nach einer, wegen erlebten Mobbings, abgebrochenen Lehre absolviert sie jetzt eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten. Die 9. Klasse wiederholte sie wegen des Wechsels vom Gymnasium auf die Realschule. Allerdings war sie zu der Zeit auch sehr viel krank. Sie litt an Schwindel, Kopfschmerzen, Magenproblemen und Durchfall. Letzteres würde auch heute noch sehr häufig auftreten. Außerdem vermisse sie sehr, dass sie nicht mehr ihrem geliebten Reiten nachgehen könne.

Ich zeigte ihr zunächst, wie das kinesiologische Muskeltesten funktioniert und wie es ermöglicht, auch das Unbewusste und den Körper direkt zu befragen. Auf diesem Weg ermittelten wir zuerst ein Verhaltensmuster in Form von Kompensation eines innerseelischen Konfliktes, sowie Kompensation eines familiären und sozialen Konfliktes. Anke versuchte also ganz offensichtlich schon länger, bestimmte Probleme in der Familie irgendwie aufzufangen oder auszugleichen. Weiterhin zeigte sich über den Muskeltest, dass sowohl ihre Mutter als auch ihr Vater unbewusst ein bestimmtes Verhalten und eine bestimmte Symptomatik an ihre Tochter delegiert hatten.

Ich testete die Priorität aus. Die lag bei der Delegation von Verhalten und Symptomatik ihres Vaters an sie. Als ich Anke fragte, ob denn ihr Vater „krank“ sei, schaute sie mich irritiert an und meinte, sie wüsste es nicht so genau, aber sie vermutete, dass ihr Vater spielsüchtig sei – wie sich später herausstellte, war er dies bereits seit vielen Jahren! Aber sie könne sich nicht vorstellen, dass dies nun der Grund für ihre Probleme mit dem Gehen sei. Im Vertrauen darauf, dass der Muskeltest in der Lage ist, gerade das noch nicht Bewusste, Verdrängte oder Abgespaltene ans Licht zu bringen, testeten wir das Ganze nach – und es war an dem: Anke kompensierte die Spielsucht ihres Vaters in Form einer dissoziativen Störung!

Sie weinte und schämte sich furchtbar ... Mit diesem Ergebnis tat sie sich verständlicherweise schwer. Deshalb testeten wir noch weitere Hilfen zur Verarbeitung dieser unbewussten Wahrheit für sie aus. So fanden wir noch ihren persönlichen Erlaubnissatz zur Gesundung: „Ich stimme jetzt meiner Heilung auf allen Ebenen zu.“ Diese stärkende Affirmation klopften wir über bestimmte Akupunkturpunkte ein, eine Selbsthilfe, die sie als Hausaufgabe mitbekam. Des Weiteren fanden wir zur Unterstützung noch Bachblüten. Wir verabredeten uns für Samstag.

Vier Tage später saß mir dann eine leicht irritierte Anke gegenüber. Ich fragte sie, wie es ihr geht. Sie erzählte mir, dass sie anfangs noch sehr traurig war, viel nachgedacht hatte, sich dann aber entschloss, sich noch am gleichen Tag ihrer Mutter anzuvertrauen. Diese wäre darüber furchtbar erschrocken gewesen. Daraufhin haben sich alle drei noch am selben Abend zusammengesetzt und viel geredet. Ihr Vater hätte sich das erste Mal seit vielen Jahren geöffnet und erzählt, warum es dazu gekommen wäre. Anke erzählte weiter, dass ihre Eltern eine Paartherapie machen wollen und dass sie seit diesem Abend wieder ganz viel gemeinsam unternehmen würden, wie Einkaufen, Spieleabende etc. Ja, und seit Donnerstag könne sie wieder normal laufen!

Das war mir aufgrund ihres langen Mantels gar nicht aufgefallen. Ich bekam eine Gänsehaut! Wir beide freuten uns riesig und ich musste sie erst einmal drücken. Wir arbeiteten noch eineinhalb Stunden miteinander. Über das „Verhaltensbarometer“, eine Liste von 130 Gefühlsbegriffen, fanden wir sehr viele Emotionen, die Anke von ihrem Vater, aber auch zum Teil von der Mutter übernommen hatte.

Passend dazu machten wir den jeweiligen Stressausgleich, um sie wieder ganz in ihre eigene Mitte zu bringen. Zusätzlich benötigte sie kinesiologische Korrekturen für die Reflexe der Augen, Ohren und die Gehirn- Körper-Koordination. Dabei testeten wir jeweils in das Lebensalter zurück, in dem Blockaden entstanden waren und lösten sie auf dieser Altersstufe auf, um Anke dann wieder auf allen Ebenen in die Gegenwart zurückzubringen. Die erforderliche „Schrittbalance“ verschob ich auf den nächsten Termin, da Anke noch etwas schwach auf den Beinen war.

Weitere vier Tage später betrat eine strahlende Anke meine Praxis. Sie war das erste Mal seit Monaten wieder reiten und war überglücklich! In zwei weiteren Sitzungen erfolgten Balancen mit den Gehirnfunktionskarten, einem speziellen Instrument, das von meinem Lehrer, Dr. Werner Weishaupt, für die Psychosomatische Kinesiologie® entwickelt wurde. Über die Entspannung des Solarplexus mittels der „Hiatustechnik“ sowie durch die Stressbefreiung über die Organzonen wurden nochmals sehr viele innerseelische Konflikte, die in Magen, Dünndarm, Lunge, Blase und Nieren gespeichert waren, gelöst.

Praktisch geht das über die Klopfakupressur bestimmter Reflexpunkte, wobei man alle Altersstufen aufruft, in denen dieser Konflikt aufgetreten war. Anschließend werden die in der jeweiligen Situation gelernten einschränkenden Glaubenssätze entkoppelt und über eine bestimmte Klopftechnik durch neue freimachende Überzeugungen ersetzt. Hierbei kamen auch Farbbrillen zum Einsatz, die dazu dienen, verborgene Konflikte besser ans Licht zu bringen und dadurch der bewussten Verarbeitung zugänglich zu machen.

Bei allen Sitzungen zeigte sich Anke äußerst kooperativ und die Zusammenarbeit hat uns beiden sehr viel Spaß gemacht. Dank der Kinesiologie konnte Anke sehr schnell und effektiv geholfen werden! Und das ist kein Einzelfall!

Britta Wilke Britta Wilke
Jahrgang 1963, 30-jährige Tätigkeit als Krankenschwester, Stationsleitung, Wundtherapeutin, seit Juni 2011 Heilpraktikerin für Psychotherapie, seit Mitte August 2011 in eigener Praxis tätig. Fachausbildungen: Psychosomatische Kinesiologie® bei Dr. Werner Weishaupt, Mentalfeldtherapie, Hypnotherapie, Gesprächstherapie nach Rogers, Psychoonkologie, Reiki, R.E.S.E.T., autogenes Training, Bach-Blütentherapie.
Am Hagen10, 39343 Süplingen
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