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Immer mehr Kinder mit Depressionen

Immer mehr Kinder mit Depressionen Immer häufiger stellen Ärzte bei Jugendlichen oder gar schon bei Kindern eine Depression fest. Kinder- und Jugendpsychiater sind alarmiert. Dies berichtet Sabine Dobel in der Ärztezeitung vom 2. März. Bei zwei bis vier Prozent der Kinder im Grundschulalter stellen Fachärzte eine depressive Episode von mehreren Wochen oder Monaten fest, bei Jugendlichen sind es 14 Prozent, fast so viele wie bei Erwachsenen mit 20 Prozent.

„Es gibt eine dramatische Zunahme im ambulanten und stationären Bereich.“ So die Einschätzung von Professor Gerd Schulte-Körne von der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität München. Grund für die hohen Zahlen bei Jugendlichen sind laut DGKJP unter anderem neben Pubertät schulische Überforderung - und Mobbing in Schule oder sozialen Netzwerken. Fast 30 Prozent der Schüler sind damit konfrontiert, fast die Hälfte spricht nicht darüber und schämt sich für das „eigene Versagen“. Ein Hauptrisiko für psychische Störungen bleibt ein frühes Trauma. „Am meisten betroffen sind Kinder, die frühe traumatische Erfahrungen hinter sich haben: Sexueller Missbrauch, körperliche Misshandlung“, sagt Schulte-Körne. Dazu komme eine hohe Anzahl von traumatisierten Flüchtlingskindern, die aber nur selten den Weg zu einer passenden Therapie finden können. „Die Kommunen haben noch nicht erkannt, dass die Traumafolgen der jugendlichen Flüchtlinge zu erheblichen psychischen Problemen führen können und daher fachärztlicher Behandlung bedürfen“, sagt Schulte-Körne.
Der ganze Artikel:
http://www.aerztezeitung.de

 

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