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Unfairer Chef macht krank

arbeit krankUnfaire Vorgesetzte machen ihre Untergebenen krank – und schaden in mehrfacher Hinsicht dem eigenen Unternehmen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK.

Fast jeder zweite Beschäftigte vermisst bei seinem Arbeitgeber gerechte Lösungen bei innerbetrieblichen Unstimmigkeiten. 41 Prozent fehlt es an Wertschätzung; ein Drittel beklagt, das Unternehmen stehe nicht hinter den Mitarbeitern.
Wer Ärger mit dem Vorgesetzten hat, leidet häufig an Rückenschmerzen (26 Prozent), Erschöpfung (20 Prozent) und Schlafproblemen (18 Prozent). Stimmt die Chemie gegenüber dem Chef, kommen solche Beschwerden deutlich seltener vor (3,4 Prozent der Mitarbeitenden).
Das hat konkrete Auswirkungen: Zum einen sind Menschen, die ihren Vorgesetzten als ungerecht empfinden, häufiger krank als diejenigen, die mit dem Chef zufrieden sind (15,1 Fehltage gegenüber 12,7 Fehltagen). Und zum zweiten bleiben Mitarbeitende eher im Unternehmen, wenn der Chef „in Ordnung“ ist. Die bessere Bezahlung allein hat bei einem Wechsel-Wunsch eine geringere Bedeutung als vielfach vermutet. Ein als unangenehm empfundener Vorgesetzter kann seinem Unternehmen damit erheblich schaden.
Wichtig für Vorgesetzte ist außerdem der Umstand, dass sich Fairness kaum objektiv messen lässt. Entscheidend ist das subjektive Empfinden der Untergebenen. Trotz etlicher Coaching- und Fortbildungsangebote bleibt die Arbeit mit und für Unternehmen damit ein umfangreiches Aufgabengebiet gerade für einschlägig ausgebildete Heilpraktiker für Psychotherapie und Psychologische Berater.
Quelle: https://www.wido.de/publikationen-produkte/buchreihen/fehlzeiten-report/2020/

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