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Corona-Einschränkungen und Praxis-Betrieb (27.04.2020)

desinfektionAb heute gelten ja wieder neue, teilweise gelockerte Regelungen in den Bundesländern. Das ist mittlerweile so diffus, dass es uns nicht mehr möglich ist, alle Details aktuell nachzuverfolgen. Folgende Hinweise können wir jedoch weitergeben:

 1. Da Beratungsstellen unterschiedlicher Art in wohl allen Bundesländern wieder arbeiten dürfen, muss es auch Psychologischen Beratern und Coachingpraxen erlaubt sein,  E i n z e l klienten zu empfangen und zu beraten - keine Gruppen!

Dabei gelten die verschärften Sicherheitsvorschriften:

mindestens 1,5 m Abstand halten, keine Berührungen, beide tragen Mund+Nasenschutz-Masken. Was für die approbierten PsychotherapeutInnen vorgeschrieben ist, muss von uns genauso eingehalten werden - auch wenn es die freie Sicht auf unser Gegenüber einschränkt!

Klienten besuchen die Praxis nur nach telefonischer Vorabklärung und -aufklärung einzeln nacheinander - zeitlich versetzt, ohne sich direkt zu begegnen. Zwischendrin bleibt Zeit zu lüften und alles zu desinfizieren, womit der Klient / die Klientin in Berührung gekommen ist.

2. Für die Heilpraktiker (für Psychotherapie) ist die Arbeitssituation aktuell noch etwas strenger reglementiert. In den meisten Bundesländern gilt nach wie vor noch, dass sie nur "medizinisch dringend notwendige Behandlungen" durchführen dürfen, da die Zahl der Sozialkontakte generell noch auf niedrigem Level gehalten werden soll.

Wir haben gegen diese Beschränkung und Ungleichbehandlung protestiert und z.B. an die Sozialministerin in Niedersachsen ein Schreiben mit anhängendem Rechtsgutachten unserer Anwältin Monika Jochner geschickt. Darin weisen wir darauf hin, dass die Kommunen keine Befugnis haben, einfach die Schließung unserer Praxen anzuordnen und uns damit ein Berufsverbot zu erteilen - zumal unsere KollegInnen in anderen Bundesländern (z.B. NRW) sehr wohl die Erlaubnis haben, ihre medizinischen Versorgungsleistungen zu erbringen und andererseits auch die Patienten ihr Recht behalten, sich ihre Therapeuten und Therapien frei zu wählen.  - Wir erwarten diese Woche eine Antwort des Ministeriums.

3. Die Sicherheitsvorschriften sind und bleiben dieselben wie bei den Psychologischen Beratern! Im internen Mitgliederbereich finden Sie unter "Downloads" verschiedene Merkblätter und Checklisten, die Ihnen bei der Umsetzung helfen.

4. Wir haben an die 4 Bundesminister Altmaier (Wirtschaft), Heil (Arbeit), Scholz (Finanzen) und Spahn (Gesundheit) einen gleichlautenden Brief geschickt, in dem wir dagegen protestieren, dass die "Soforthilfe-Gelder" ausschließlich für die Abdeckung betrieblicher Ausgaben verwandt werden dürfen und nicht für private Belange wie z.B. Krankenversicherungsbeiträge usw. Damit werden die meisten von uns gezwungen, Hartz IV zu beantragen, wobei die Bedingungen für den Bezug nur minimal gelockert worden sind. Auch hier warten wir auf die Antworten und halten Sie auf dem Laufenden!

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