News

Homöopathie-Studie: Karriere einer Falschmeldung

interview Neben den Angriffen auf die Heilpraktiker laufen schon länger massive Attacken gegen die Homöopathie. Dass die Gegner dieser Heilweise dabei vor Falschmeldungen nicht zurückschrecken, hat die Securvita Krankenversicherung jetzt offen gelegt.

In einer Pressemeldung zeigt sie auf, wie eine fehlerhaft interpretierte Studie der Charitè von Gegnern der Homöopathie in Politik und Medien missbraucht wird. „Zwar gibt es eine Untersuchung der Berliner Universitätsklinik Charité aus dem Jahr 2017 zu einem Kostenvergleich. Doch ihre Ergebnisse besagen etwas anderes als die Medienschlagzeilen. Denn ob homöopathische Behandlungen tatsächlich teurer sind als andere, hat die Studie nicht untersucht. Das Vorurteil von der teuren Homöopathie passte aber offenbar ins Weltbild der Homöopathie-Gegner. Und so machte die Falschmeldung eine bemerkenswerte Karriere in Medien und Politik…. Die Story von der Studie, die bewiesen haben soll, dass Homöopathie »deutlich teurer ist als eine normale Therapie«, ist jedenfalls nicht haltbar. Für politische Beschlüsse auf Bundesparteitagen ist sie definitiv nicht geeignet. Homöopathie-Gegner haben hier – aus Absicht oder Unkenntnis – offensichtlich ein Problem mit der wissenschaftlich sauberen Faktenlage.“ Quelle: https://www.securvita.de/fileadmin/user_upload/PDF-Dateien/auszuege_SECURVITAL/securvital_0120_WEB_24-25.pdf?fbclid=IwAR3srR9-wR_M-w20Ra4W0WPTto3No5jUxjGSG4HuLlSk0McRqh6wzIFKogk

Und mit noch einem Vorurteil können wir gleich aufräumen: Homöopathie-Gegner haben es geschafft, selbst namhaften Zeitungs- und Rundfunkredaktionen zu suggerieren, homöopathische Arzneimittel hätten keinerlei Wirkung über den Plazebo-Effekt hinaus. Das ist eindeutig falsch, wie im „Forschungs-Reader“ zur Homöopathie-Forschung schon 2016 belegt werden konnte.

„Die zentralen Ergebnisse lassen sich in fünf Punkten zusammenfassen:

1. Homöopathische Behandlung ist unter ärztlichen Alltagsbedingungen (Praxis) klinisch nützlich (Perspektive Versorgungsforschung).

2. Auch hochwertige randomisierte klinische Studien zeigen spezifische Effekte, in denen Homöopathie dem Placebo überlegen ist (Perspektive Randomisierte Klinische Studien).

3. Vier von fünf Metaanalysen zeigen eine statistische Überlegenheit der homöopathischen Arznei im Vergleich zu Placebo. Die Anzahl hochwertiger Studien wird von den Autoren jeweils unterschiedlich bewertet. Die verbleibende Arbeit mit negativem Ergebnis ist aus methodologisch-wissenschaftlicher Sicht fragwürdig zu nennen (Perspektive Metaanalysen).

4. Auch in Experimenten mit Zellkulturen, Tieren und Pflanzen gibt es mittlerweile stabil reproduzierbare, Effekte, die eine spezifische Wirkung von Hochpotenzen zeigen (Perspektive Grundlagenforschung).

5. Eine zusammenfassende Betrachtung klinischer Forschungsdaten belegt hinreichend einen therapeutischen Nutzen (effectiveness) der homöopathischen Behandlung. Die Ergebnisse zahlreicher placebokontrollierter Studien sowie Experimente aus der Grundlagenforschung sprechen darüber hinaus für eine spezifische Wirkung (efficacy) potenzierter Arzneimittel.“ Quelle:

https://www.carstens-stiftung.de/homoeopathie.html

 

< zurück