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Petition gegen das Terminservicestellengesetz

TerminservicestellengesetzWorum geht es? Im Kern greift Bundesgesundheitsminister Spahn die Psychotherapie massiv an. Er möchte, dass Patienten nicht mehr zu einem Therapeuten ihrer Wahl gehen und dieser diagnostiziert, welche Hilfe nötig und richtig wäre.

D.h. Patienten sollen zukünftig einen solchen Diagnostiker davon überzeugen müssen, dass sie Psychotherapie brauchen!
Die geplante Regelung ist schon bei Erwachsenen absurd, noch mehr aber bei Kindern und Jugendlichen. Und absurd ist auch, dass der entsprechende Passus (ein Zusatz zum Absatz 6a des § 92 Sozialgesetzbuch V (SGB V) in den Entwurf zum “Terminservice- und Versorgungsgesetz“ in letzter Minute hinein geschmuggelt wurde. Obwohl die Psychotherapeutische Sprechstunde erst 2017 erfolgreich eingeführt wurde, soll mit dem TSVG der freie Zugang der Patienten zur Psychotherapie erheblich eingeschränkt werden. Es wird ausgerechnet den Menschen, die in unseren Praxen oft über enorme seelische Belastungen sprechen, eine zusätzliche Hürde vor ihrer Behandlung aufgebürdet und damit ein neues Nadelöhr geschaffen.
Die beabsichtigte Neuregelung kann nur als Rationierung von Psychotherapie und als Diskriminierung von psychisch kranken Menschen aufgefasst werden. Eine solche Hürde würde für viele eine Psychotherapie unerreichbar machen. Das darf nicht passieren!
Deshalb hat die Psychotherapeutin Ariadne Sartorius vom “Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten e.V.“ eine Online-Petition gestartet. Sonja Koppitz und Max Spallek von „Radio Eins“ sprechen mit ihr darüber.

https://www.radioeins.de/programm/sendungen/modo1619/_/angriff-auf-die-psychotherapie.html
Auch wenn inzwischen das erforderliche Quorum von 50.000 Unterschriften schon überschritten worden ist, sollten wir uns zahlreich beteiligen, um das politische Gewicht dieser Petition zu erhöhen. Denn ein ist klar: Auch wenn wir uns vielleicht wünschen, dass nach in Kraft treten des neuen Gesetzes noch mehr Patienten bei uns landen, ist es doch faktisch so, dass sich viele Menschen eine privat zu zahlende Behandlung einfach nicht leisten können. Und für diese sollten wir mit in die Bresche springen, um generell die freie Arzt- und Therapeutenwahl zu verteidigen! Bitte unterstützen Sie den Protest! Nur die massenhafte Mitteilung des Unmuts kann helfen. Bitte hier:
https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2018/_10/_25/Petition_85363.html

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