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Mutter-Kind-Kuren: Widerspruch lohnt sich

Mutter Kind TherapieIm Jahr 2011 betrug die Ablehnungsquote von Mutter-Kind-Kuren durch die Gesetzlichen Krankenkassen tatsächlich noch 35 Prozent!

Nach mehrfachen Klarstellungen des Bundesgesetzgebers ist diese seitdem kontinuierlich gesunken – im letzten Jahr auf einen Wert von nur noch 11 Prozent. Zwei Drittel der Kurmaßnahmen werden nach Widerspruch der Antragsteller doch noch bewilligt, teilte das Müttergenesungswerk (MGW) mit.Die häufigsten Aufnahmeindikationen in den Kliniken waren – Mehrfachnennungen eingeschlossen – psychische Störungen (97 Prozent), Muskel-Skelett- (46 Prozent) und Stoffwechsel-Erkrankungen (14 Prozent). Ständiger Zeitdruck (75 Prozent) und berufliche Beanspruchung (50 Prozent) werden am häufigsten als Belastungsfaktoren genannt. Die Ausgaben der GKV für diese Vorsorge- und Reha-Maßnahmen nahmen im Vorjahr geringfügig um elf Millionen auf 412 Millionen Euro zu. Der Anteil an den gesamten GKV-Ausgaben blieb konstant bei 0,18 Prozent. Die Teilnehmerzahlen sind 2017 im Vergleich zu 2016 weitgehend konstant geblieben: 48.000 Mütter und 72.000 Kinder wurden registriert. Die Zahl der teilnehmenden Männer blieb mit 1600 ebenfalls unverändert. 85 Prozent der Mütter, die an einer Kur teilnahmen, waren erwerbstätig.

(Quelle: https://www.aerztezeitung.de/extras/druckansicht/?sid=975073)

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