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Kunst auf Rezept

Kunst auf Rezept

Ein neues Programm der University of New South Wales in Australien sieht vor, dass Gesundheitsexperten wie auch Allgemeinmediziner Rezepte für ihre Patienten ausstellen, mit denen diese Kunstkurse besuchen können.

Da zunehmend mehr empirische Beweise für die positiven Auswirkungen von Kunst auf sowohl das körperliche als auch das mentale Wohlbefinden veröffentlicht werden, warum sollte Kunst nicht ebenso problemlos zugänglich sein wie pharmazeutische Medikamente?

Auf der jährlichen International Arts and Health Conference der Art Gallery New South Wales in Australien werden die Professoren Chris Poulos und Roslyn Poulos ihr Konzept der Arts on Prescription vorstellen. Dieses basiert auf einem Modell aus Großbritannien, das auf Personen im Alter von über 65 Jahren ausgerichtet war, die nicht nur mit einer, sondern mit einer Vielzahl an gesundheitlichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Zu diesen gehört Gebrechlichkeit, abnehmende körperliche Funktionen, Ängste, Depressionen, milde kognitive Beeinträchtigungen, schwere Verluste, soziale Isolation oder eine hohe Pflegebelastung.

Die Daten von 139 Teilnehmern des Programms wurden ausgewertet und mit Interviews und Fokusgruppen ergänzt, um sich anekdotisch mit den Erfahrungen der Patienten zu befassen. Laut Roslyn Poulos konnte eine signifikante gesundheitliche Verbesserung nach dem Programm festgestellt werden, ebenso wie eine statistisch signifikante Verbesserung in selbst wahrgenommener Kreativität und Häufigkeit von kreativen Aktivitäten. „Teilnehmer berichteten, dass das Programm ihnen einen neuen Sinn und ein neues Ziel gegeben hätte, ebenso wie ein neu erschlossenes Talent“, sagt sie.

(Quelle: https://www.ranke-heinemann.de/neuseeland/news-archiv/einzelansicht/385-vom-arzt-verschrieben-kunst-auf-rezept/)

 

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