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Eigene Software für die Praxen der Mitglieder VFP prüft Zusammenarbeit mit norddeutscher Software-Schmiede Umfrage soll Anforderungsprofil klären. Der VfP ist der mit Abstand größte Berufsverband für freie Psychotherapeuten. Der Bedarf nach psychologischer Beratung und Betreuung wächst: Binnen zehn Jahren kletterte die Zahl der VfP-Mitglieder von 2500 auf mehr als 7000. Jede dieser Praxen ist auch ein Unternehmen, und kaum ein Unternehmen funktioniert heutzutage ohne EDV-Unterstützung. Und da liegt ein Problem: Es gibt am Markt keine Software, die den Anforderungen freier Psychotherapeuten genügt, leicht zu verstehen und zu bedienen ist und keinen Wust an unnötigen Funktionen mit sich herumschleppt. „Wir bekommen“, schildert der Präsident des VfP, Dr. Werner Weishaupt, seine Erfahrungen, „sehr häufig Anfragen per Mail oder Telefon nach praxistauglicher Software. Wir haben auch schon verschiedene Programme getestet. Bislang haben wir nichts gefunden, was unseren Mitgliedern weiterhelfen würde.“ Vor diesem Hintergrund erwägt der VfP, eine Software entwickeln zu lassen, die schlank und praktikabel ist, sich gegebenenfalls erweitern lässt und deren Bedienung kein Problem darstellt. Auf der Suche nach einer geeigneten „Software-Schmiede“ ließ sich Dr. Weishaupt von der Heilpraktikerin für Psychotherapie Melanie Göldner beraten: Die Betriebswirtin verfügt über eigene Erfahrungen im Bereich Programmierung und war vor ihrem Wechsel in einen therapeutischen Beruf bei einem Konzern unter anderem für die Pflege von Anwendungssoftware im Bereich… zuständig. Denn wenn der VfP eine eigene Software entwickeln lasse, müsse die auch den Anforderungen der Mitglieder entsprechen und praxistauglich sein, so Dr. Weishaupt: „Vorhandene Programme sind vor allem auf Naturheilpraxen ausgelegt und beinhalten Tools, die unsere Mitglieder nicht benötigen, die aber den Einsatz unnötig verkomplizieren.“ Auf der anderen Seiten fehlen aber bei vorhandener Software wichtige Komponenten. Auch müsse beispielsweise möglich sein, zwischen reinen Beratungspraxen und HP-psych-Praxen zu unterscheiden. Vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen verglich Melanie Göldner verschiedene Anbieter und führte schließlich ein konkretes Gespräch mit Dr. Weishaupt und der Firma i.syde in Balge bei Nienburg in Norddeutschland. Das Unternehmen kann mit dem Verteidigungsministerium, dem Bundeskanzleramt oder der Hansestadt Hamburg einen bemerkenswerten Kundenstamm vorweisen, machte aber aktuell noch durch ein Programm von sich reden, mit dem Farbfehlsichtigkeiten am Computerbildschirm simuliert werden können. Das Programm, im Rahmen eines Ausbildungsprojekts entwickelt, stellt i.syde kostenlos zur Verfügung. „Auf der Grundlage der bisher von i.syde entwickelten Individual-Software gehen wir davon aus, dass das Unternehmen die Vorstellungen unserer Kollegen punktgenau umsetzen kann“, meint Göldner. Für die norddeutschen Entwickler spricht außerdem, dass Melanie Göldner als Co-Autorin an der Umsetzung mitwirken kann, um so die Praxistauglichkeit der Software schon während der Entwicklung mitzusteuern. Welche Vorstellungen die Mitglieder konkret haben, soll jetzt mittels einer Umfrage geklärt werden: Was sollte eine Software für Heilpraktiker für Psychotherapie, Freie Psychotherapeuten und psychologische Berater auf jeden Fall können? Welche Schnittstellen sind wichtig? Anhand des so ermittelten Anforderungsprofils lässt sich klären, was die eigene Software das einzelne Mitglied am Ende kosten würde. |







